4 Fragen für ein - Hallelujah?

optimieren
ganz frisch
Beiträge: 3
Registriert: Mi 9. Dez 2020, 12:14
Postleitzahl: 23795
Land: Deutschland

4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von optimieren »

Hallo,
ich war schon in einigen anderen Foren unterwegs und wollte vorweg den angenehmen Ton hier im Forum loben, sehr wohltuend.

Kleine Warnung vorweg, ich werde jetzt beschreiben, warum ich gerne Harfe spielen möchte, der Text wird etwas länger.
Wer das überspringen möchte - im letzten Absatz habe ich meine vier offenen Fragen gebündelt - Fett, kursiv dargestellt.

Dieser Post ist Vorstellung und Harfenberatung in einem, wichtiger sind mir jedoch die offenen Fragen, daher die thematische Einordnung hier.
Ich habe den Werdegang dazugeschrieben, weil es für die erfahrenen Spieler vllt. ein Bild zeigt, das bessere Beratung möglich macht.


Ich bin jetzt 34 und habe gerade ein Beziehungsende hinter mir, was mich emotional schon etwas mitnimmt.
Deswegen habe ich mir überlegt, das es nun an der Zeit ist ein neues Hobby anzufangen um mir Ablenkung zu verschaffen, der Gedanke mit dem neuen Hobby ist dabei nicht neu, nur zu diesem Zeitpunkt umso wichtiger umzusetzen, die Motivation ist auch da.

Ich habe mich in meinem Leben schon immer fürs Musik "hören!" interessiert und höre diese sehr emotional. Sie dient für mich als ein Spiegel der Emotionen, bin ich traurig höre ich eher Trauriges bin ich glücklich etwas Freudiges usw.
Ich höre dabei querbeet, Ausnahmen sind Rock, Metal und ähnliches.
Die Musik hat dabei in etwa den Effekt, wie als wenn ich mit jemandem meine Gefühle verbal teile und auf Verständnis stoße.
Ich habe nun überlegt ob sich dieser Effekt bei eigenem Harfenspiel auch einstellt, sofern man etwas spielt, das dem eigenen Gefühl entspricht.

Seit meiner Kindheit habe ich viele Musikphasen durchlebt z.B. Rock/Punk in der Pubertät, später dann auch Elektro. Heute Vocal Jazz, Chöre, Ambient-Elektro und bekannte klassische Stücke, also eher ruhige Sachen. Ich ahne das mein Geschmack sich in Richtung Klassik entwickelt, weil ich mit dem Älterwerden erst die Fähigkeit zum vorsichtigen/interessierten Zuhören lerne und die behutsame Art, mit der Klassik spricht, als höflich, rücksichtsvoll und wohlwollend empfinde. Diese Art des Ausdrucks gefällt mir, womit wir auch bei der Harfe wären.

Mein Ziel ist, meinen Gefühlen auf der Harfe freien Lauf lassen zu können. Das kann durch erlernte Musikstücke in entsprechender Tonart sein, oder noch besser durch improvisieren. Ich habe auf Youtube viele Harfenvideos gesehen und bin manchmal zu Tränen gerührt, die zwei Hauptpunkte dafür sind:
Der Klang mancher Harfen ist so traumhaft schön, dass es auf mich wie ein Verweis auf das Jenseits/Paradies ist, wie ein Blick durchs Fenster in den Himmel, der einem gewährt wird.
Der andere Punkt ist:
Die Passion der Harfenisten beim Spiel. Als Beispiel: [youtube]https://www.youtube.com/watch?v=_xn3uAH ... 1#t=09m20s[/youtube] Das Video startet direkt an der Zeitmarke, wo sie die bekannte Passage von der Moldau spielt. Sie erzählt dort eine ganz persönliche Geschichte und ist eins mit dem Instrument - ich finde das wunderschön. Ich weiß, das ich bei aller Übung nie so Harfe spielen werde, geschweige denn eine solche Harfe besitzen werde - es ist die Leidenschaft die mich so beeindruckt.

Ich habe hier gelesen, das die Musik, die Harfenwahl beeinflusst.
Hier sind 5 Stücke die mir gefallen, die ich auf Harfe gerne spielen könnte.
Ich kann den Schwierigkeitsgrad dabei nicht so gut einschätzen, bis auf die Titelmelodie von "Die fabelhafte Welt der Amelie", das ist vermutlich sehr schwer.

Es ist zwar eine zupfende Gitarre, zusätzlich mit Hall versehen, aber diese Art von Melodie mit diesen Tempowechseln empfinde ich als schön und atmosphärisch. https://www.youtube.com/watch?v=6ZDFbgJKbRA

Jeremy Soule - Ancient Stones https://www.youtube.com/watch?v=JqR87sJlw7A#t=00m25s

Erik Satie - Gymnopedie no.1 https://www.youtube.com/watch?v=PpAUJa1khiY

Titelmelodie "Die fabelhafte Welt der Amelie" https://www.youtube.com/watch?v=RkTBX8C5KY4#t=00m48s

Titelmelodie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" https://www.youtube.com/watch?v=ioqSENJF1S0

Auch "Another Day in Paradise - Phil Collins" oder "Clocks - Coldplay" mal als Beispiel genannt, klingen schön. Ich schätze die "Halbwertszeit" dieser poppigen Lieder intuitiv aber eher niedrig. Würde sie aber auch gerne spielen können.



Nun meine Fragen:
Ich habe noch nie Harfe gespielt, komme aus 23795. Dank eurer Liste habe ich den Henrick Schupp in Hamburg gefunden.
Wie soll ich dort Harfen testen, wenn ich noch nie eine Harfe berührt habe?

Ich bin Soldat und wohne noch ca. ein 1 Jahr in der Kaserne, laute Telefongespräche hört man durch die Wände, die Worte erkennt man nicht. Da ich auch gerade tiefe Harfen mag, wäre ich schon bereit eine Harfe mit 34 Saiten als erste Harfe zu kaufen, jedoch geht es zunächst ja nur um Fingerfertigkeit und Noten üben, die man auch auf einer kleinen - und dementsprechend leiseren Harfe üben kann, jedoch dürfte der Klang nicht so motivierend ausfallen.
Ist es möglich eine "große" Harfe (Budget bis 2000€) beim Üben leise zu bespielen, oder sollte ich erstmal 500€ in eine Kleine investieren, dafür jedoch Klangeinbußen in Kauf nehmen?
Die Wohnsituation ändert sich in einem Jahr. Das Harfen-Mietmodell ist für mich im Moment nicht so attraktiv. Am Wochenende bin ich meistens bei der Familie und könnte normal Üben.

Wie sind eure Erfahrungen mit Online-Unterricht, ich denke da an "www.harfe.de" - oder ist persönlicher Privatunterricht immer vorzuziehen?

Es ist mein Traum Emotionen auf die Harfe zu projezieren und diese auch als Verarbeitung für Emotionen nutzen zu können.
Aus eurer eigenen Erfahrung:
Ist dieser Gedanke im Alltag zu idealistisch/realitätsfern?
Benutzeravatar
sharpie
schon länger da
Beiträge: 47
Registriert: Do 6. Aug 2020, 07:59
Postleitzahl: 88212
Land: Deutschland

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von sharpie »

Hallo und herzlich Willkommen optimieren,

ich kann dir nicht alle Fragen beantworten, da ich selbst noch nicht lange spiele und daher nicht weiß wie lange es dauert, oder wie gut man spielen muss um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, aber ich vermute das ist ohnehin sehr individuell.
Ich selbst spiele jetzt seit August und bin immer noch dabei Technik und Liedgut zu erlernen, so dass die meiste Konzentration dafür drauf geht, die richtigen Saiten zu finden, sie richtig zu spielen, das Tempo zu halten. Da ist noch nicht so viel persönlicher Touch dabei :_grin_:
Ich bin aber auch eher ein Kopfmensch :_wink_:

Aber deine Frage
" Wie soll ich dort Harfen testen, wenn ich noch nie eine Harfe berührt habe?
hat mich angesprochen. Denn so ging es mir, als ich im August in einem Raum voller Harfen stand mit der Aufforderung, ich solle einfach ausprobieren, was mir gefällt und ich mich nicht getraut habe die Harfen auch nur zu berühren aus angst etwas kaputt zu machen. Bei mir war dann eine junge Dame so lieb mir auf verschiedenen Harfen etwas vorzuspielen damit ich einfach mal die unterschiedlichen Klänge hören konnte. Das half mir schon mal viel.
Und dann war Mieten für mich tatsächlich das beste. Sprich ich hab die, dir mir klanglich am meisten zusagte gemietet und mit nachhause genommen und dort im stillen Kämmerlein dann das erste mal die Finger an die Saiten gelegt.

Als ich nach einigen Monaten wusste, dass ich bei dem Hobby bleiben will, hab ich mich nach einer eigenen Harfe umgeschaut.
Wenn du das Budget von 2000 Euro zur Verfügung hast, dann würde ich mir keine Harfe für 500 Euro zulegen. Das würde vermutlich tatsächlich den Spielspaß trüben. Was mir geholfen hat, den Invest in eine Harfe zu tätigen, war die guten Wiederverkaufspreise bei guten Harfen. Sprich ich weiß, wenn ich die Harfe wieder verkaufen werde, habe ich im Gegensatz zu einem Auto oder einer Couch nicht viel Geld kaputt gemacht.

Dann ein Punkt zu dem ich noch ein wenig schreiben kann ist die Lautstärke. Ich lebe in einem Mehrfamilienhaus mit sehr netten Nachbarn. Trotzdem wollte ich zuhause immer möglichst leise üben um niemanden zu stören. Sprich was mir die Harfenlehrerin sagt mit "richtig Zug in die Saiten legen" machte ich nie und gewöhnte mir dadurch schnell eine schlechte Technik an, die es wieder zu korrigieren galt.
Ich glaube wenn man gut spielt und die Technik beherrscht ist es leichter auch leise zu spielen, aber wenn man zu Beginn die Saiten zu zart zupft ist das nicht hilfreich.

So, die Profis hier mögen mich gern korrigieren :_smile_: Das ist alles nur meine persönliche Sicht als Laie.
Andrea Kiupel-Grona
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 329
Registriert: So 14. Aug 2005, 12:58
Postleitzahl: 64658
Meine Harfe(n): *
Ulysses und Bluebell , Klaus Regelsberger
Brian Boru (Klangwerkstatt )
Discovery (Derwent Harps)
Wohnort: Südhessen
Kontaktdaten:

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von Andrea Kiupel-Grona »

Hallo "Optimieren",

ich biete am 9.1. einen Online- Schnupperkurs für Neulinge in der Harfenwelt an.
Themen sind : Vorstellung verschiedener Harfenmodelle , Grundlegende Techniken, Tipps für erste Geh/Zupfversuche,
etc.. s. auch https://www.harpacoustic.de/Harfenunterricht/

Eine Leihharfe in deiner Region wäre zwar noch zu organisieren, aber ich sage immer : wo ein Wille ist , ist auch eine Harfe :_smile_:


Grüße
Andrea

(P.S.: eventuelle Rückfragen kann ich erst morgen beantworten)
Benutzeravatar
bastian
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 2584
Registriert: Fr 29. Aug 2008, 09:53
Postleitzahl: 55246
Land: Deutschland
Meine Harfe(n): "Die Kleine": Brian Boru von der Klangwerkstatt (Ahorn/Fichte/Stahl)
"Die Cadiz": Cadiz von Henrik Schupp (Eiche/Fichte/Nylgut)
Wohnort: Mainz-Kostheim
Kontaktdaten:

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von bastian »

Hallo,

grundsätzlich rate ich immer zunächst zu einer Leihharfe. Finger weg von billigen 500€-Harfen. Keine davon ist ihr Geld wert; vielleicht mit Ausnahme der Konradin-Harfen von Susanne Kaiser, mit denen kann man tatsächlich vernünftig anfangen. Da ist man mit Klappen (die man früher oder später braucht) aber auch nicht mehr mit 500€ dabei.

Mit einer Leihharfe kann man erste Erfahrungen sammeln, gucken, was man an die endgültige Harfe für Wünsche entwickelt mit der Zeit, erste Spielerfahrungen sammeln, mit denen man andere Harfen dann probespielen kann. Und relativ risikolos testen, ob einem das Instrument überhaupt liegt. Alle die von Dir aufgelistetes Stücke gehen auf einer Hakenharfe, es braucht keine Doppelpedalharfe dafür. Wenn man anspruchsvoller spielen will (und sich nicht auf alte Musik spezialisiert) sollte eine Harfe irgendwann (nicht zwingend direkt am Anfang) mind. rd. 35 Saiten haben.

Zu Deinen Stücken:
Amelie und Skyrim ist mit ca. zwei, drei Jahren konsequenten Übens locker schaffbar, die Haselnüsse und die Gymnopdie sind anspruchsvoller, aber auch machbar. Die Moldau... da warte ich noch auf eine Umsetzung auf Hakenharfe, ich vermute, da braucht es dann schon Pedale. Aber ganz aufgegeben habe ich die Hoffnung noch nicht.

Apropos: Gymnopedie 1 auf Hakenharfe:
https://www.youtube.com/watch?v=hyXw61yu-FE :_wink_:

Danke für die lobenden Worte des Tonfalls hier :)

Willkommen in unserer Welt und einen guten Start.
Sebastian
Nulla vita sine musica.
ida
ganz schön fleißig
Beiträge: 65
Registriert: Do 11. Aug 2011, 09:42
Postleitzahl: 24899
Land: Deutschland
Meine Harfe(n): BIn glücklich mit der wunderschönen Eskilda, 36 Saiten, aus Esche und der wunderhübschen Svala, 31 Saiten, aus Birke, beide von Detlev Lampe und einer sehr besonderen kleinen Jonas aus Nussbaum von Henrik Schupp.
Wohnort: 24899 Wohlde

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von ida »

Bei Henrik Schupp kannst du dir verschiedene Harfen anschauen, sie anzupfen und auch eine Harfe mieten. Mit Hilfe der gemieteten wird dir bestimmt klarer, was dir gefällt.
Benutzeravatar
Aoi
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 816
Registriert: Mi 4. Jul 2012, 15:01
Postleitzahl: 61267
Land: Deutschland
Meine Harfe(n): Meine große Lady - Newlyn -
Saphir von Glissando, Ahorn/Mahagoni - Darmsaiten

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von Aoi »

Hallo optimieren und ein herzliches Willkommen!

Es gibt hier im Forum durchaus einige Mitglieder die das Harfenspiel Autodidaktisch lernen
oder so angefangen haben.

Als ich mit dem harfenspielen liebäugelte, fing ich erst einmal mit 3 Probestunden bei einer
hiesigen Musikschule an, um ein Gefühl dazu zu bekommen ob es wirklich das richtige Instrument
für mich ist. Ich empfinde dies bis heute als Vorteil. Warum? Die Lehrerin ging von Anfang an
auch auf Körperhaltung und die richtige Fingerhaltung ein. Ausserdem konnte sie mir bei der
Entscheidung wo ich mir erst einmal eine Harfe leihe insofern behilflich sein, wie Stark mein
Anschlag/Zug der Saiten von Haus aus ist. Da ich von Anfang an recht kräftig in die Saiten
griff, wich sie von ihrer üblichen Empfehlung ab. Auch bei der Frage der Besaitung(Darm, Nylon,
Carbon) war sie mir behilflich. Das sind aus meiner Sicht deutliche Vorteile, wenn man keine
Möglichkeit des Vergleichens mehrere Harfenmodelle hat. Muß aber jeder für sich entscheiden.

Ich habe mal hier im Forum in die Mitgliederliste nach Plz geschaut und da ist mir Frank ins Auge
gestochen der in 23843 Wohnt, also nicht so weit weg von Dir. Er ist schon länger hier im Forum
und soweit mir Bekannt im Besitz mehrerer Harfen. Kontaktiere ihn doch einfach einmal per
Email oder PN. Vielleicht ist es ja, soweit Corona es zulässt möglich, das Du bei ihm mal die
Harfen probezupfen kannst.

Bild
Lg
Astrid
War es möglich, dass Musik geheimste Gedanken und Gefühle übertragen konnte, jenseits aller Worte? Vielleicht sogar noch mehr, womöglich konnten wir auf diesem Wege noch weit tiefere Schichten unseres Wesens erreichen als mit unseren Gedanken. Gandalf
optimieren
ganz frisch
Beiträge: 3
Registriert: Mi 9. Dez 2020, 12:14
Postleitzahl: 23795
Land: Deutschland

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von optimieren »

Vielen Dank für euer Feedback und Einschätzungen, damit habe ich bei einem eher kleinen Forum gar nicht gerechnet.
Wie schon öfter von euch vorgeschlagen, habe ich mich nun doch für eine Mietharfe entschieden und nach kurzem Telefonat mit dem Büro von Henrick Schupp, heute direkt einen Termin bekommen.

Theresa Altmann, die selbst Harfe spielt und auch Konzerte gibt bzw. gebucht werden kann, hat mir die Harfen vorgestellt.
Verarbeitet werden dort nur Carbon- oder Darmsaiten. Die Darmsaiten klangen für mich etwas weicher, was mir besser gefiel.
Ich habe das Modell Hamburg mit Darmsaiten bespannt genommen. Kostenpunkt 3200€, dabei ist es zwar nicht bei den eigentlich geplanten 2000€ geblieben, aber ich wollte schon etwas volleren Ton nach unten hin.
Sie hat mir auch ein 5000€ Modell vorgestellt, mit zusätzlich 3 Basssaiten. Das klang nochmal satter - sehr beeindruckend.
Hier ein Bild von dem "Verkaufs/Proberaum"
IMG_20201211_131104.jpg

Ich habe mich nun bei der Onlineschule www.harfe.de angemeldet, damit ich zumindest mit den Basics sofort loslegen kann.
Gerade für mich als Anfänger ist das richtige Stimmen, Harfenhaltung usw. wichtig, was dort in kurzen Videos Stück für Stück erklärt wird.
Ich bin so froh das dies noch alles so kurzfristig, vor dem möglichen harten Lockdown am Montag geklappt hat, da ich bald auch einen Monat frei habe.

Die Frage mit der Lautstärke hat sich für mich nun geklärt, da sich die Harfe auch sehr leise spielen lässt, zum Üben reicht das für mich erstmal voll aus. Interessant finde ich auch den dynamischen Umfang der sich dabei offenbart - es steckt soviel Potential und Ausdrucksstärke in diesem Instrument!

Ich habe auf jedenfall auch Interesse Harfen anderer Hersteller zu hören, dafür möchte ich selbst aber schon kleine Lieder spielen können.

@Andrea, danke für den Hinweis, ist schon im Kalender vermerkt. Uhrzeit wäre noch praktisch.

@bastian ich habe deine Videos gesehen, gefällt mir sehr. Gerade das neueste in Sepia ist ziemlich cool. Jetzt wo ich selbst ein paar Übungen gezupft habe, merke ich erst wie lange ich noch für sowas üben muss. Aber da habe ich mir im Vorfeld auch keine Illusionen gemacht. Ich bin jetzt mal gespannt wie talentiert ich bin, mit einer durchschnittlichen Lernkurve wäre ich schon zufrieden.

Das wars erstmal von mir, ich werde hier noch in weiteren Threads mitlesen um mich weiterzubilden. An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an Forumsbetreiber und Admins des Forums - ihr seid die Wissensträger im Netz und so viele profitieren davon. Ob es die Harfen aus Pakistan sind, oder das attraktive Mietmodell oder die Harfenbauer sortiert nach PLZ, oder die Harfen zum Ausprobieren nach PLZ oder, oder oder...
Ganz großes Dankeschön für dieses ehrenamtliche Engagement, natürlich auch den Usern gegenüber.
Foren haben mich schon oft weitergebracht und unterstützt.

:_kiss_:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
sharpie
schon länger da
Beiträge: 47
Registriert: Do 6. Aug 2020, 07:59
Postleitzahl: 88212
Land: Deutschland

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von sharpie »

Toll dass es so schnell geklappt hat.
Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Kennenlernen des Instruments!
Benutzeravatar
bastian
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 2584
Registriert: Fr 29. Aug 2008, 09:53
Postleitzahl: 55246
Land: Deutschland
Meine Harfe(n): "Die Kleine": Brian Boru von der Klangwerkstatt (Ahorn/Fichte/Stahl)
"Die Cadiz": Cadiz von Henrik Schupp (Eiche/Fichte/Nylgut)
Wohnort: Mainz-Kostheim
Kontaktdaten:

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von bastian »

optimieren hat geschrieben: Fr 11. Dez 2020, 19:33 Jetzt wo ich selbst ein paar Übungen gezupft habe, merke ich erst wie lange ich noch für sowas üben muss.
So haben hier alle mal angefangen. Ich vor zwölf Jahren, mit der Erkenntnis, dass erstaunlich wenig trivial ist, wenn die rechte Hand etwas anderes machen soll als die Linke. Das ist eine der ersten Hürden, die man nehmen muss. Eieiei, da mussten einige Knoten platzen, wenn ich mich so zurück erinnere.

Ich habe mich vor einiger Zeit mal mit einem Freund unterhalten, der selbstständig ist. Er sagt, er hat vor der Firmengründung riesigen Respekt gehabt und sich auf vielen Kanälen schlau gemacht, welche Firmen scheitern und welche Erfolg haben. Banale Erkenntnis des Tages: Die Firmen, bei denen der Inhaber aufgibt, sind gescheitert. :_grin_:

In diesem Sinne: nicht aufgeben. Es gibt Höhen, es gibt Tiefen. Man macht Fortschritte. Oder eben mal auch nicht. Irgendwann sagt man nicht mehr "ich übe Harfe" sondern "ich spiele Harfe". Und es wird trotzdem immer noch jemanden geben, der es besser kann als man selber. Den man als nächstes Vorbild nehmen kann. Aber es ist kein sportlicher Wettkampf, in dem es Sieger und Besiegte gibt. Ein jeder Beitrag bereichert diese Welt.

--

Damit dieser Post nicht zu philosophisch wird, empfehle ich Dir jetzt noch die Anfängerhefte von Christoph Pampuch (http://www.harpamundi.de/noten_keltischeharfe.htm). Da hat man auch als absoluter Anfänger sehr schnell den Effekt, dass man das Gefühl hat, man spielt nicht nur irgendwelche Fingerübungen, sondern kann Stücke spielen. Das hat mich sehr motiviert.

Mit einer Harfe von Henrik machst Du nichts verkehrt. Die sind schon sehr gut und haben auch später einen sehr guten Wiederverkaufswert, wenn Du doch aufgibst (oder auf Pedalharfe umsteigst :_wink_: ).

Und nochmals Danke für die Blumen.
Sebastian
Nulla vita sine musica.
Andrea Kiupel-Grona
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 329
Registriert: So 14. Aug 2005, 12:58
Postleitzahl: 64658
Meine Harfe(n): *
Ulysses und Bluebell , Klaus Regelsberger
Brian Boru (Klangwerkstatt )
Discovery (Derwent Harps)
Wohnort: Südhessen
Kontaktdaten:

Re: 4 Fragen für ein - Hallelujah?

Beitrag von Andrea Kiupel-Grona »

Hallo Optimieren,

der Online-Kurs ist Sa , 9.1.21 von 14.-16.00 Uhr
wollte dir auch eigentlich den Link zu meiner Online-Schiene schicken , sorry.
https://www.harpacoustic.de/Online-Seminare-und-Kurse/

kann mich ausserdem nur in den Kanon einreihen: Mietharfe als Einstieg ist das Beste zum
Erfahren, was geht, was geht nicht , was ist unbequem oder stört vielleicht, passen die Saitenabstände,passt die
Anatomie der Harfe zur Eigenen etc...

Grüße
Andrea
Antworten