Harfen in Romanen

Du hast etwas schönes, ärgerliches, spannendes, trauriges mit deiner Harfe erlebt? Erzähl uns davon.
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Karlchen
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Re: Harfen in der Literatur

Beitrag von Karlchen » So 21. Feb 2016, 23:50

Noch mal Tolkien:

Im "Hobbit" spielt der möchte-gern-König-wie-mein-Opa-sein-Zwerg Thorin Eichenschild beim ersten Treffen bei Bilbo zu Hause auf der Harfe - überhaupt haben ALLE Zwerge Instrumente dabei! Leider kommt das im Film nicht vor, sie singen zwar die beiden auch im Buch vorkommenden Lieder, textlich leicht überarbeitet, aber die Instrumente sind nicht mit dabei...

Und Frau McKillipp hat's anscheinend sehr mit der Harfe: in Ihrer Rätselmeister-Trilogie gehts nämlich auch viel um Harfenspieler und verzauberte Harfen, deren Spiel die seltsamsten Dinge bewirkt...
"Das Schöne an der Harfe ist, dass sie so vielsaitig ist..." :_grin_:

Jonny Robels
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Re: Harfen in der Literatur

Beitrag von Jonny Robels » Di 23. Feb 2016, 19:09

Das wär auch eng geworden in der Hobbithöhle.

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Moya
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Re: Harfen in der Literatur

Beitrag von Moya » Di 23. Feb 2016, 19:47

Kein Fantasy, sondern ein kleiner, feiner Roman über die Schoa - die Liebe von Bella und Adam - ihr Motto "Jeder Tag wie heute", soll von Adam doch nicht vergessen werden. Adam ist erfolgreicher Schriftsteller und hat Alzheimer. Seine Bella ist schon lange tot. Beide sind Überlebende der Schoa. Es ist ein ernster aber sehr schöner Roman über die Harfenistin Bella die sogar im KZ Harfe gespielt hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand geben.
Wärmste Empfehlung!

Ron Segal: »Jeder Tag wie heute«. Deutsch von Ruth Achlama. Wallstein, Göttingen 2014, 140 S.,17,90 €

LG,
Maren-Moya

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Re: Harfen in der Literatur

Beitrag von Galanthus » Di 23. Feb 2016, 22:37

Ein wunderschönes Jugendbuch, ich habe es aber nach einigen Jahrzehnten vor kurzem wieder gelesen (dieses Mal im Original, das ist noch schöner):

"Der flüsternde Berg" von Joan Aiken (The Whispering Mountain).

Wales, im 17. Jh., es geht um eine goldene Harfe (eine Bardenharfe :_wink_: ), die gestohlen wird...
Es kommt sogar "Harfentherapie" darin vor :_cheesy_:

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Wibke
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Harfe in Film und Literatur

Beitrag von Wibke » Sa 9. Mai 2020, 21:10

Hallo, ihr Lieben,

ich weiß, es hat schonmal einen thread zu "Harfe in der Literatur" gegeben. Aber der ist bereits vier Jahre alt und ich dachte, ich mache mal einen "frischen" auf.

Ich nehme an, dass es eine Menge Leute gibt, die durch Bücher wie "Die Nebel von Avalon" oder entsprechende Filme zur Harfe gekommen sind. Bei mir waren es - eher untypisch - die Filme der Marx Brothers!
Im Fantasy-Comedy-Bereich sind Harfenspieler ja oftmals eher lächerliche Figuren. Und manche Romane, wie "Harfe und Schwert", tragen die Harfe im Titel, ohne dass diese wirklich eine große Rolle spielt. (Trotzdem: sehr lesenswertes Buch!)

Habt ihr noch weitere Film- oder Lesetipps für mich? Es sollte nur nicht zu klassisch sein, sondern eher Richtung Märchen, Jugendbuch oder Fantasy.

Vielleicht ist in den letzten vier Jahren ja das eine oder andere hinzugekommen!

Über Ideen freut sich
Wibke!

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Re: Harfe in Film und Literatur

Beitrag von Karlchen » Sa 9. Mai 2020, 22:21

Naja, in der von mir (in dem von Dir angesprochenen Thread) erwähnten "Rätselmeister"-Trilogie von Patricia McKilipp sind die Harfenisten keineswegs lächerliche Figuren. Das ist Fantasy vom feinsten, die sich aber nicht 100% ernst nimmt, die Streitigkeiten zwischen dem "Helden" und seiner Familie gleich am Anfang sind einfach köstlich, und später wird das wieder aufgenommen...

Aber: sowohl der Chef der "Bösen" als auch einer der sehr wichtigen "Guten" sind Harfner, und der "Held" der Geschichte lernt irgendwann auch Harfe spielen... die Anführungsstriche sind da, weil nicht immer ganz klar ist, wer eigentlich welche dieser Rollen ausfüllt... und das waren jetzt Spoiler genug :_cool_:

Ich hab die drei (Taschen)Bücher seit Jahren, und lese sie immer wieder gerne!

Grüße ausm Norden von
Karlchen
"Das Schöne an der Harfe ist, dass sie so vielsaitig ist..." :_grin_:

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Re: Harfe in Film und Literatur

Beitrag von Tanzmuffel » So 10. Mai 2020, 11:09

Hallo Karlchen,
lange nichts mehr von dir gehört. Dein Tipp hört sich gut an. Ich habe es mir gerade über Ebay bestellt. LG u und bleibt gesund, Ute

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Re: Harfe in Film und Literatur

Beitrag von Deirdre » So 10. Mai 2020, 22:54

Hallo allerseits,

ob die Taran-Reihe von Lloyd Alexander schon erwähnt wurde, habe ich jetzt nicht im alten Thread überprüft:

eine wundervoll fantastische Kinder- bzw. Jugendbuchreihe, in der u.a. ein harfenspielender Barde vorkommt - habe ich als Kind verschlungen :_wink_:

Viele Grüße,

Deirdre
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Re: Harfen in Romanen

Beitrag von bastian » So 10. Mai 2020, 23:10

Dann kleben wir doch mal zusammen, was zusammen gehört....

Sebastian
Nulla vita sine musica.

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Re: Harfen in Romanen

Beitrag von Deirdre » So 10. Mai 2020, 23:36

Und wenn es kein Roman sein muss:

In der Edda spielt eine Person (Gunnar) in der Schlangengrube Harfe mit den Füßen...:

'Einst wars, daß Gunnar den Tod erwartete,

Giukis Sohn, in Grabaks Saal.
Die Füße waren frei dem fürstlichen Erben,
Die Hände mit hartem Haft gebunden.

2
Die Harfe gab man dem streitkühnen Helden,

Da zeigt’ er die Kunst mit den Zweigen der Füße.
Herlich trat er die Harfenstränge:
Wie der König konnte keiner spielen.'

https://de.wikisource.org/wiki/Seite:Di ... ).djvu/463

Viele Grüße,

Deirdre
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