Harfe mit Handicap

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Maira
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Maira »

Das mit dem Saiten richtig sehen ist wichtig.
Du machst es richtig wenn Du Dir was hinlegst.
Nur nicht rot oder Blau/schwarz, dann sind die Cs oder Fs auch nicht zu sehen.
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.
mygga
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von mygga »

Bei mir liegt ein Teppich mit geraden Linien unter gekreuzten Saiten. Denk mal drüber nach! :_rolleyes_: :_cool_:
(Und die Kulleraugen sind da keine Anspielung, sondern real. ;) )
Wo Sprache keine Worte hat, fängt die Musik erst an. (M.W.)
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Maira
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Maira »

Gekreuzte Saiten sind ja auch für Spezialisten.
Mir wird da schwindelig beim Hineinschauen
daher lasse ich das, ob mit oder ohne Teppich.
( Einfachpedalharfe löst das Problem mit der Chromatik, zumindest teilweise)
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.
Ghwenhyfar
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Ghwenhyfar »

Sooooo..., die erste Woche ist um und ich hab gedacht, ich lass euch kurz wissen, wie es voran geht.
ich habe mir gedacht, daß ich Technik und Hand/Haltung nicht ausser Acht lasse und bin damit angefangen, einfache Tonfolgen zu spielen. zunächst sehr langsam, weil mir wichtig war die Saiten halbwegs richtig anzuspielen. Ich halte mich da an meinem alten Tai-Chi-Leher, der sagte: Wenn du eine Bewegung, langsam präzise einübst, ist später das Tempo kein Thema mehr. Einmal richtig abgespeichert, kannst du langsam oder schnell ausführen. Ich höre es sofort, wenn ich die Saite nicht optimal mit der seitlichen Fingerkuppe erwischt habe. Im Grunde bin ich mit nem einfachen Dreiklang angefangen, also mit nem größeren Saitenabstand, weil ich finde, es ist garnicht so einfach, die Finger nach dem Anshlagen wieder so in Position zu bringen, ohne das ich die klngende Saite abwürge oder die Nachbarsaite mit anreisse... So langsam habe ich das Gefühl, die Abläufe fühlen sich schon ein wenig geschmeidiger und natürlicher an und ich fange an verschiedene Akkorde zu spielen, daß schon fast was melodisches bei rumkommt.Das macht das Üben abwechslungsreicher. Boah..., ich erwische mich tatsächlich, daß ich mit der Harfe rede und sie bitte, doch geduldig mit mir zu sein :_grin_:
Insgesamt aber ein wahnsinnig interessantes und entspannendes Erlebnis für mich. Ich hab gegrübelt, woran es liegen könnte, daß mich das doch sooo anspricht. Ich glaube, es ist der ganzheitliche Aspekte. Eigentlich "umarmt" man das Instrument ja fast und man nimmt die Töne mt allen Sinne war..., man sieht, hört und spürt die Schwingung der Saiten...! Aber vielleicht sind solche Gedankengänge auch grober Unfug...
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Fainwen
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Fainwen »

Ich find das gar keinen groben Unfug :_grin_:
Ich rede auch mit meiner Harfe und umarme sie - und neulich habe ich im Bett festgestellt (Jaa, ich hab sie mit ins Bett genommen zum bequemer sitzen), dass die Matratze ganz großartig mitschwingt. :_grin_:
Also, alles gut würde ich sagen!
Liebe Grüße,
Katharina :_smile_:

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Ghwenhyfar
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Ghwenhyfar »

Ihr Lieben,
es ist Zeit, sich mal wieder zu melden...! Meine Harfe ist jetzt schon 6 Wochen bei mir und auch nachdem der Reiz des Neuen nachgelassen hat, macht mir die Harfe wahnsinnig viel Freude. Auch wenn ich erstmal nur mit einer Hand spiele. Ich bin ja mit ganz simplen Dreiklängen angefangen und ich lerne täglich dazu..., ich kehre Akkorde um, wenns besser in die Stimmung passt. Ich erweitere Akkorde zu Septakkorden oder auch Quintakkorden (deren Namen mir Tante Google verraten hat). Ich höre mich deutlich schneller ein, wenn meine Harfe mal ein wenig verstimmt ist und ich suche mir Lieder oder Stücke heraus, zu denen ich passende Akkorde oder Tonfolgen austüftele. Auch da stelle ich fest, daß es mir zunehmend leichter fällt, herauszuhören, welche Tonart da vorliegt und welche Klappen ich da umlege...
Tatsächlich überlege ich, von der Leihharfe auf eine eigene umzustellen...! Da ich jetzt nicht wußte, ob die sowas auf Lager haben oder erst mit Auftrag bauen, habe ich einfach mal nachgefragt, wie da die Situation ist. Man hat mir die Leihharfe zum Kauf angeboten, da es ein neues Instrument war, allerdings wird die Harfe eigentlich mit einem Ausziehfuß angeboten, über den das Leihinstrument nicht verfügt...
Mal schauen, muss ich ja nicht sofort entscheiden...
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Mary Greenleaf
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Mary Greenleaf »

Hallo zusammen :_smile_:

gerade bin ich über dieses Video gestolpert, das ich erst merkwürdig gefunden habe und jetzt wahnsinnig inspirierend. Achtet mal auf die linke Hand. Ich glaube es gehört eher hier hin als in die besten Funde Kategorie.
Happy harping!
Mary

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Maira
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Maira »

Beeindruckend ! :_shocked_:
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.
Ghwenhyfar
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Re: Harfe mit Handicap

Beitrag von Ghwenhyfar »

Das ist wirklich toll!
Ab und an versuche ich auch, einen Grundton mit links zu spielen, allerdings ist es unheimlich schwierig für mich zu koordinieren, daß der Ton wirklich synchron in Timing und Stärke angeschlagen wird...

Aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, mal wieder ne kleine Rückmeldung zu geben. Der Harfenkauf war definitiv eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Ich habe immer noch unheimlich viel Freude damit. Ich bastele mir einfache Begleitungen zu Liedern, die ich singen möchte und deren Tonart für die Harfe geeignet ist. Bevorzugt geht es bei mir in die Richtung Blues...! Die Harfe verschafft mir einen neuen Zugang zu Musik, aber auch zu Gesang. Gerade fasziniert mich das Thema Resonanz und das Spiel damit...! Zuerst habe ich gemerkt: Ich kann die Harfe nutzen um zu prüfen, ob ich einen Ton sauber treffe...! Singe ich z.B. ein A sauber in den Resonanzkörper, fängt die entsprechende Saite an zu schwingen. Logisch, weil Physik, aber trotzdem faszinierend. Heute habe ich ausprobiert, die Harfe als Klangkörper für den Gesang zu nutzen...! Verblüffend mitzuerleben, wie die Saiten der Harfe sich auf den Klang der Stimme einschwingen. Klingt wunderbar nach, besonders wenn man die richtige Tonart mit den Klappen eingestellt hat... ;-)
Manchmal macht es mich ein wenig traurig, daß meine Möglichkeiten eingeschränkt sind, weil mir der Gedanke kommt: "Wieviel besser würde das klingen, wenn ich das richtig ausschöpfen könnte", aber dann ruf ich mich zur Ordnung und sage mir: "Du hast soviel an Möglichkeit gewonnen im Gegensatz zur Zeit ohne Harfe!" und dann isses auch schnell wieder vorbei mit der Wehmut...
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