Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Alles rund um Saiten, Verstärker, Mikrophone, Tonabnehmer, Stimmgeräte usw.
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Maira
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von Maira »

:_smile_:
Zuletzt geändert von Maira am Mo 25. Apr 2016, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.

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bastian
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von bastian »

Mit Glühwendeln braucht man das nicht versuchen. Viel zu träge.

Offtopic:
Aber die Idee, dass bei Einsatz von Schnarrhaken das Licht ausgeht, gefällt mir. Die Rache des Beleuchters. Hähähähä.


Maira, bei 220Hz siehst du nix mehr flackern.
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Der Juergen
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von Der Juergen »

bastian hat geschrieben:Mit Glühwendeln braucht man das nicht versuchen. Viel zu träge.
Eben. :_grin_:
Für die Neuanschaffung von LED-Licht würde ich ja auch den Sponsor benötigen … :_tongue_:
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Maira
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von Maira »

:_smile_:
Zuletzt geändert von Maira am Mo 25. Apr 2016, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.

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Der Juergen
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von Der Juergen »

Tja, liebe Maira,
wenn du erst mal das Kaltlicht weiterentwickelt hast und ein marktreifes Kühllicht präsentierst, dann überlege ich es mir noch mal mit der Neuanschaffung. :_grin_:
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bastian
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von bastian »

Wie schön, dass die Fragen und Antworten zur Sache in der Masse der Beiträge untergehen. Nachher wäre das hier noch ein trockener, informativer Thread geworden.
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von annunziato »

bastian hat geschrieben:Wie schön, dass die Fragen und Antworten zur Sache in der Masse der Beiträge untergehen. Nachher wäre das hier noch ein trockener, informativer Thread geworden.
Ja, manchmal hat man das Gefühl, in diesem Forum herrscht das Äquivalent eines umgekehrten horror vacui - es gibt eine unglaubliche Tendenz zum "Verdünnen" von Fachdiskussionen, seufz. Was genau diejenigen nervt und vertreibt, die in knapper Zeit Fachinformationen anbieten und austauschen wollen.

Um hier mal wieder etwas trockener zu werden:

Siehst Du bei Deinen unterschiedlichen Harfen (mit ihren unterschiedlichen Spektren und damit auch in der Zusammensetzung unterschiedlichen Auslenkungsformen der Saite) dann unterschiedliche "Bilder" der Schwingungen? M.E. müssten sich die Schwebungsmuster von schweren und leichten Harfen deutlich unterscheiden?
Nur durch Harfe spielen lernt man Harfe spielen. (Aristoteles)

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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von Jonny Robels »

Der Juergen hat geschrieben:Tja, liebe Maira,
wenn du erst mal das Kaltlicht weiterentwickelt hast und ein marktreifes Kühllicht präsentierst, dann überlege ich es mir noch mal mit der Neuanschaffung. :_grin_:
Falls Du das suchst, guck mal im Kühlschrank... :_grin_:

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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von annunziato »

Leute, jetzt platzt mir wirklich der Kragen.
Das ist eine wahnsinnige Rücksichtslosigkeit, dass buchstäblich jeder sachliche und technische Thread von Leuten gekapert wird, die offenbar die Tinte nicht halten können und Unmengen an Langeweile und unproduktiver Zeit haben, anders kann ich mir das nicht erklären.
Bitte macht so viele Blödel-Threads auf wie es nur geht und verbringt alle überschüssige Zeit mit Fellkraulen - aber verschwendet nicht die Zeit von Leuten, die am sachlichen Austausch interessiert sind damit, dass man sich mühsam durch einen Thread wühlen und die wenigen Bites an Inhalten rausdestillieren muss.

Ich weiss, Ihr haltet das für Humor, aber andere halten das für Logorrhö. Wenn ich Sprachwitze oder Mathematiker-Witze machen will, suche ich mir dafür die entsprechenden Gesprächspartner und behellige nicht eine völlig andere Community damit.
Der Impuls "ich versteh zwar nichts davon, aber ich will auch in diesem Thread meinen Senf dazu geben" könnte doch mal bitte, bitte etwas kontrolliert werden, das hilft auch sonst bei der Selbststeuerung und Konzentration.
Bitte, bitte, geht damit zu "off-topic" oder wohin auch sonst, aber lasst die Techniker ihr Wissen entwickeln.
(Und nein, die Kennzeichnung off-topic innerhalb eines Beitrags oder Threads entschuldigt nicht für alles, sondern verschwendet genauso anderleuts Zeit.)
Ich verstehe wirklich alle Leute, die sich genervt zurückziehen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, das zu ignorieren aber inzwischen hat es ein Ausmass angenommen, dass es wirklich nicht mehr nur nervt, sondern grobe Rücksichtsosigkeit ist.
Wir hatten ja schon mal überlegt, ein Extra-technisch-musikalisches Forum aufzumachen, in dem es dann klare Regeln für die Diskussion gibt - vielleicht muss man das doch wieder aufbringen.
Nur durch Harfe spielen lernt man Harfe spielen. (Aristoteles)

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bastian
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Re: Eigenbau-Stroboskopstimmgerät

Beitrag von bastian »

Das war eine spannende Frage, Annunziato.

Ich habe meine Saphir (Carbonsaiten) und meine Fischer (Darmsaiten) daraufhin mal abgeklopft. Beide haben eine eher höhere Spannung, gefühlt ist die Carbonharfe minimal härter als die Darmharfe.

Zuerst dacht ich: Fehlanzeige. Aber dann sprang der Forschergeist an.

Versuchsaufbau:
Eine A-Saite auf 110Hz gestimmt und mit 220Hz beleuchtet. Dann sieht man im Stroboskoplicht zwei Saiten, die sich idealerweise nicht bewegen sollten. Ich habe das absichtlich so gemacht, damit ich im dunklen Zimmer die Bewegung der Saite besser sehen konnte. Ist irgendetwas verstimmt, bewegen sich die scheinbar zwei Saiten nämlich gegeneinander. Die eine ist dann ein optischer Bezugspunkt für die andere. Ich habe den Versuch sowohl mit einer genau aufs Stroboskop gestimmten Saite gemacht, als auch mit einer um 1Hz verstimmten Saite, weil ich Bewegung provozieren wollte. Die 110Hz-A-Saite hat schon eine merkliche Dicke, ohne dass ich jetzt nachgeschlagen hätte, wie dick die auf der jeweiligen Harfe ist.

Ergebnisse:
1.) Grundtönig in der Mitte der Saite gezupft:
Kein Unterschied im Bild.
Gestimmt: Die zwei Saiten bilden auf beiden Harfen ein Bild, das erwartungsgemäß so: () aussieht.
Verstimmt: Das Bild wechselt erwartungsgemäß von () nach | und wieder zu () usw.

2.) pdlt gezupft:
Aha!
Darmsaite: kein nennenswerter Unterschied zu 1.) , aber das Bild ist etwas weniger ausgeprägt
Carbonsaite: das () bewegt sich hin und her. Die (scheinbar zwei) Saiten haben eine gemeinsame Hin- und Herbewegung, selbst wenn der Grundton exakt stimmt.
Vermutung: Ein Oberton ist sichtbar. Und er stimmt nicht ganz.

3.) Flagolet:
Jetzt wird es schwieriger. Jetzt schwingt die Saite ja auch mit 220Hz, deshalb bleibt das ()-Bild aus. Überhaupt, da die Mitte der Saite nicht mehr schwingt bekommt man ein deutlich schwächeres Bild. Statt dessen habe ich genau versucht, auf Bewegung bei 1/4 der Saitenlänge zu achten.
Darm: Bild zu schwach um sicher beurteilbar zu sein.
Carbon: in der Tat. selbst wenn der Grundton stimmt, liegt das Flagolet ca. 1-2 Hz daneben.

Einschwingphase: Zupft man die Saite an, bewegt sich in der ersten Sekunde das () auch bei der gestimmten Saite, wird dann langsamer bis es zum Stillstand kommt. Ich habe das nicht gestoppt, aber augenscheinlich geht das bei der Darmsaite in einer drittel Sekunde, die Carbonsaite braucht eine ganze. Dafür ist die Anfangsverstimmung kurz nach Zeitpunkt NULL bei der Darmsaite höher. Die umwickelten Stahlsaiten im Bass sind in dieser Hinsicht übrigens eine Katastrophe, die kommen kaum zur Ruhe.

Das schreit geradezu nach weiterer Forschung. Man könnte z.B. die 110Hz-Saite mal mit 55, 110, 220, 440 Hz beflackern und gucken, was passiert. Oder mit 330Hz. Aber ich mache den Rest des Abends jetzt lieber Musik!

Danke, Annunziato. Die Frage war inspirierend. Bestimmt mache ich mal weiter damit.
Sebastian

ps: in dem verlinkten Youtube-Video macht die Saite ja ein Bild, das... wie soll ich sagen, etwa so aussieht: § , wobei sich der Bauch nach unten bewegt. Dieses Bild habe ich im Stroboskoplicht nie beobachtet (allerdings auch nicht erwartet). Ich vermute, der Grund dafür ist ein zeilenweises Abtasten des Bildes in der Kamera.

edit: Frequenzen berichtigt. Ich war in der Oktave verrutscht. Jetzt sollte es stimmen.
Nulla vita sine musica.

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