Sax-Chalumeau

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Meeresbrise
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Re: Sax-Chalumeau

Beitragvon Meeresbrise » Di 17. Feb 2015, 22:39

Artikulation ist auch auf dem Chalumeau was Schönes...

Am einfachsten ist es, wenn einem das jemand zeigt, aber ich versuche es mal so.
Du berührst das Blatt mit der Zungenspitze entweder von vorne (an der Spitze) oder von unten. Wenn du das Mundstück recht weit im Mund hast (gut!), dann gehst du wahrscheinlich am besten von unten mit der Zungenspitze an das Blatt.

Zwerchfellstöße hat mir mein Klari-Lehrer gleich in der ersten Stunde verboten, das gibt keinen schönen Ton.

Grundsätzlich kannst du alle Artikulationssilben verwenden, so nü (ganz weich), dü, tü usw. bis hin zu dige (Doppelzunge) oder diddl. Hü wird nicht empfohlen. Mit nur Legato bist du halt sehr eingeschränkt - was machst du bei Tonwiederholungen?

Am besten lässt du es dir von dem Bekannten mit der Klarinette mal zeigen - alles, was bezüglich Artikulation auf der Klarinette gilt, gilt auch auf dem Chalumeau.

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Azumaa
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Re: Sax-Chalumeau

Beitragvon Azumaa » Di 17. Feb 2015, 23:03

Danke Dir!
Zwerchfellstöße hat mir mein Klari-Lehrer gleich in der ersten Stunde verboten, das gibt keinen schönen Ton.
Oje...
Mit nur Legato bist du halt sehr eingeschränkt - was machst du bei Tonwiederholungen?
Bisher entweder das Zwerchfell einsetzen, Luft holen, oder durchspielen und damit den Charakter der Melodie ändern...
Am besten lässt du es dir von dem Bekannten mit der Klarinette mal zeigen - alles, was bezüglich Artikulation auf der Klarinette gilt, gilt auch auf dem Chalumeau.
Der ist leider nicht mehr ganz in der Nähe. Dann werd ich wohl doch mal auf eine Unterrichtsstunde bei Florian Ewald von der Klezmer-Band Massel-Tov sparen, der unterrichtet an der früheren Schule meines Sohnes...

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Re: Sax-Chalumeau

Beitragvon Meeresbrise » Mi 18. Feb 2015, 08:10

Dann werd ich wohl doch mal auf eine Unterrichtsstunde bei Florian Ewald von der Klezmer-Band Massel-Tov sparen
Ja, mach das mal. Schon eine einzige Unterrichtsstunde kann dich da enorm weiterbringen.

Einen gute Klezmer-Lehrer hätte ich auch gern in der Nähe!

Trötende Grüße, B.

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Re: Sax-Chalumeau

Beitragvon Azumaa » Do 19. Feb 2015, 21:37

Hallo Meeresbrise,

jetzt hab ich mich echt mal angestrengt mit der Artikulation, dü dü dü - geht besser, als ich dachte!
Aber irgendwie hab ich jetzt immer wieder so ein komisches blubberndes Geräusch im Mund, das vorher nie da war :_grin_:

Der Unterricht muss leider noch warten, aber ja, es ist super, so einen Lehrer greifbar zu haben...

LG,
Azumaa

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Re: Sax-Chalumeau

Beitragvon Meeresbrise » Fr 20. Feb 2015, 14:46

Versuch doch mal richtig laut und mit voller Power zu blasen und dann mit der Zunge ganz sanft dü zu machen, ohne dass sich der Ton dabei verändert. Vielleicht bläst du insgesamt zu schwach oder du veränderst den Ton zu viel beim dü.

Rate mal, was ich heute im Unterricht machen durfte. :_grin_:

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Tupian Chalumeau in Bb

Beitragvon Duesterlady » Mo 4. Sep 2017, 08:36

Hallo,

ich hole diesen uralten Thread mal wieder hoch. Er passt gut zum Thema.

Ich habe gestern mal einen schönen Tagesausflug mit meinem Mann zum Europamarkt in Aachen gemacht. Nur mal so bummeln, ne ....

Und bin dabei über den Tupian-Stand "gestolpert" .... der Inhaber hat die Instrumete vorgespielt und mir hat der Klang ja so gut gefallen. Hab dann nachgefragt was das ist. Und nachdem er mir mit einer Engelsgeduld erklärt hat, was das ist, wie das funktioniert und Tonlage, transponieren etc. und nochmal verschiedene Stimmungen und Hölzer vorgespielt hat ist das unvermeidliche passiert und ich hab mich "verliebt" ... (ist ja nicht so, als ob ich mit Harfe als Hauptinstrument und Keyboard/E-Piano nebenbei genug Hobbys hätte :_grin_: :_grin_: :_grin_: ).

Mit nach Hause kam also ein völlig ungeplanter Instrumentenzuwachs in Bb mit 3 Doppellöchern und überblasbar in der Holzart Beli. Sehr hübsch sowohl im Klang als auch in der Optik. Und ich durfte am Stand ausprobieren und hab sogar 2-3 mal einen Ton rausgekriegt. Heute nachmittag werde ich unter Ausschluss der Öffentlichkeit (also bevor die übrigen Familienmitglieder von Schule und Arbeit daheim sind) mal Ansatz- und Atemübungen machen und hoffentlich erste Töne. Ich freu mich schon drauf und komm mir auch nur ein ganz kleines bißchen wie ein Kind vor :_grin_: :_grin_:

Apropros Atemübungen, die für mich dabei am wichtigsten sind ... vielleicht kann mir einer von Euch hier sagen, ob man die "Atempausen" ähnlich wie bei der Blockflöte setzen kann .... ich hab zum üben die alten Heftchen meiner Tochter "konfisziert" ... weil die eben "Atemzeichen" haben und ich gerade Atmung üben möchte. Oder passen die Atempausen für die Blockflöte nicht? Gibt es da irgendwelche "Regeln" wann man Atempausen setzt?

LG
Claudia
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Re: Sax-Chalumeau

Beitragvon croydon_de » Mo 20. Nov 2017, 10:09

Regeln gibt es da im Prinzip die gleichen, wie bei der Blockflöte - nur sind die Grenzen physikalisch enger gesetzt, da hier nicht nur der Luftverbrauch und Sauerstoffbedarf eine Rolle spielt, sondern noch zusätzlich der Druck hinzukommt, den Du ja mit dem Zwerchfell aufbauen musst, bzw. der durch die Lippenspannung dann entsteht. Das ist das größere Problem, gerade für Beginner, da man hier sehr schnell in eine falsche Atmung hineinläuft und dann nach ein paar Notenzeilen "ausser Puste" ist, weil der CO2-Gehalt im Blut nicht schnell genug abgeführt wird. Daher bei Rohrblattinstrumenten eher etwas mehr Pausen einräumen und eine bewusste Atmung trainieren. Hilfreich sind zum Beispiel die Atemtrainer, die für Asthmapatienten genutzt werden (kein Scherz) - dabei handelt es sich quasi um mehrere Röhrchen mit unterschiedlich schweren Kugeln, die dann durch den Atemdruck hochgepustet werden sollen.

Bei allen diesen Rohrblatt-Instrumenten muß die Tonerzeugung durch die richtige Anspannung der Lippen- und Kaumuskulatur erst erlernt werden, das geht nicht von heute auf morgen. Wer natürlich mal Klarinette oder Saxophon gelernt hat, hat es hier einfach, da der Ansatz im wesentlichen der gleiche ist (eher noch etwas einfacher als bei Klarinette/Saxophon).

Zum Ersteinstieg empfiehlt es sich daher zunächst einmal in den mittleren Tonlagen die Tonerzeugung und das Halten eines Tones (ohne daß der Ton wie eine Feuerwehrsirene auf und abschwillt.) zu üben. Mittlere Tonlage deswegen, weil dort die Spannung im "Normalbereich" liegt - bei den tieferen Tönen muß entsprechend weniger und bei den hohen eher mehr Druck ausgeübt werden.

Falls jemand aus Berlin oder Umgebung kommt, ich habe 20 Jahre lang Saxophon gespielt und gelehrt und bin seit ca. 2 Jahren nunmehr auch mit der Chalumeau unterwegs.

Gruß,
Croydon


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