Einstieg Blockflöte

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Meeresbrise
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Meeresbrise » Fr 13. Jan 2017, 10:05

Keime sind in gebrauchten Blockflöten sicher vorhanden, aber problematisch ist das in der Regel nicht. Wer ganz pingelig ist, lässt den Windkanal vom Flötenbauer reinigen. Das kostet aber ca. 30 Euro (bei einem Tenor). Für alle anderen tut es ein Fläschchen Flautisept-Spray zur Desinfektion.

Bei Untersuchungen in Küchen schneiden übrigens Holzbrettchen bezüglich Keimdichte besser ab als Kunststoff.

Eine neue Holzblockflöte ist übrigens bis sie im Laden landet schon mehrfach vom Flötenbauer beatmet wirden. Das gehört einfach zur Herstellung dazu. Eine komplett ungespielte Holzflöte gibt es also gar nicht zu kaufen.

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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Katty » Sa 14. Jan 2017, 09:58

Ich danke euch herzlich für eure Meinungen und Tipps!

Ich werde mir in den nächsten Tagen mal ein paar Flöten zusenden lassen und probieren.

Ich tendiere immer mehr zu den Kunststoff-Exemplaren. Zum einen wegen der günstigen Preise für einen Einsteiger, der noch unsicher ist, ob er dabei bleiben wird. Wobei ich bei Ebay auch gute Holzflöten von Moeck und Mollenhauer gesehen habe, die ich preislich riskieren würde..

Zum anderen bin ich mir aber ziemlich sicher, dass ich auf Dauer nicht so oft und regelmäßig flöten werde, wie ich an der Harfe sitze. Auf diese möchte ich mich erst einmal weiter konzentrieren. Und wie ich gelesen habe, tut es einer Holzflöte nicht so gut, immer mal wieder für einige Zeit vernachlässigt zu werden. Ist das richtig?

Max, so eine Knickflöte ist eine super Variante! Gibt es aber leider auch erst ab einer Preishöhe, die ich jetzt nicht investieren möchte. Aus Kunsstoff habe ich das gar nicht gesehen, nur als Bassflöte.

...Wobei eine Bassflöte natürlich auch wunderschön klingen muss. Hat jemand von euch eine Bass-Blockflöte? Könnte man auch damit einsteigen?
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Katty » Di 17. Jan 2017, 14:34

Hallo,

ich habe gerade 4 Flöten aus Kunststoff da und ein wenig probiert. Und zwar: 2 Tenorflöten von Aulos (Robin ohne und Symphonie mit C-Klappen), und 1 Tenor von Yamaha, sie hat auch C-Klappen. Außerdem die Alt-Flöte von Aulos (Symphonie).

Die Alt-Flöte spielt sich klasse, mag ich aber leider spontan nicht so vom Klang her. Er ist mir, wie bei der C-Sopran, nicht voll und warm genug.
Die Tenorflöten dagegen klingen echt klasse! Ich bin total überrascht. Sehr sehr gern würde ich eine davon behalten. Aber: Mir tun schon nach kurzer Zeit echt die Finger weh. Man muss sie ganz schön spreizen und dazu aufpassen, dass jedes Loch sauber verschlossen ist. Komischerweise ist auch das Daumenloch nicht gegenüber vom Zeigefinger der linken Hand, sondern ein ganzes Stück weiter oben, was zu einer ziemlich ungewohnten Handhaltung und Fingerspreizung führt. Aber auch die rechte Hand hat echt zu tun.
Die Robin ohne Klappen geht von daher schon mal gar nicht. Doch auch bei den beiden "beklappten" bin ich sehr unsicher, ob ich das hinbekommen kann.

Wird denn das besser mit der Zeit bzw. mit der Übung?
Auf der Ocarina hatte ich ja anfangs auch Probleme, die Hände taten schnell weh, und es wird jetzt viel besser.
Puh... ich bin unsicher...

Ansonsten: Wirklich schöner Klang! Kann ich empfehlen.
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Max » Di 17. Jan 2017, 16:57

Ich kann Dir nur noch einmal empfehlen einen Knicktenor auszuprobieren.
Es gibt einen aus Kunststoff von Dolmetsch für 108,-€: Nova Knick Tenor in C. Der ist sogar mit Doppelklappe.
Die Handhaltung ist viel entspannter als ohne Knick und in Kombination mit Klappen das Maximum an "Greifkomfort", was Du bei einem Tenor wahrscheinlich haben kannst.
Wie der klanglich ist, kann ich nicht beurteilen. Aber Dir geht es ja auch in erster Linie darum auszuprobieren, ob so eine Flöte etwas für Dich ist. Bei Gefallen kannst Du dann ja später immer noch einen Holztenor dazunehmen, den Du nach klanglichen Prioritäten aussuchst.

Hier ist er im Blockflötenshop von Silke Kunth (allerdings ohne Bild): http://blockfloetenshop.de/Blockfloeten ... stoff.html
Und hier mit Abbildung in einem UK-Shop: http://www.earlymusicshop.com/product.a ... h-c-c-keys

Liebe Grüße
Max
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Katty » Di 17. Jan 2017, 17:47

Ahhhh, vielen Dank!!
Ich hatte den ehrlich gesagt noch nicht entdeckt. Hatte bisher nur Knick-Tenöre aus Holz für viel mehr Geld gefunden.
Ok, den probiere ich noch!
Ansonsten schau ich mich dann vielleicht doch noch mal bei den C-Sopranflöten um.
Danke, Max! :_smile_:
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Katty » Fr 20. Jan 2017, 09:21

So, nun hab ich gestern immer wieder den Knicktenor probiert und mit dem "geraden" von Aulos verglichen.
Mein bisheriges Fazit: Für die Handgelenke ist diese Haltung sicher angenehmer. In diesem Bereich hatte ich aber keine Beschwerden mit der "normalen" Tenorflöte. In der linken Hand spüre ich überhaupt keinen Unterschied, die kann ich auf beiden Flöten gleich gut greifen, und mit etwas Übung würde ich das sicher hinbekommen. Die Abstände der Löcher sind auch völlig identisch.
Die rechte Hand fühlt sich leicht entspannter an. Ein Vorteil ist auch, dass man sich die Flöte umhängen kann, was die Hände und Finger ebenfalls entlastet.
Trotzdem fällt es mir richtig schwer, gerade die unteren Töne (rechte Hand) sauber heraus zu bekommen. Es piepst immer wieder, und wenn mir das tiefe C - F doch mal gelingt, dann ziemlich leise gegenüber den höheren Tönen. Es fällt mir offensichtlich schwer, alle Löcher sauber zu verschließen. Außerdem sammelt sich scheinbar ziemlich schnell Wasser in der Flöte an. Das habe ich in einigen Rezensionen gelesen. Dagegen soll eine Spülung in Seifenwasser helfen, was ich aber mit einer Flöte, die ich eventuell zurück geben werde, nicht probieren möchte.

Mein Freund, der ja Querflöte, Tin und Low Whistle und Dudelsack spielt bzw. schon gespielt hat, kommt deutlich besser mit ihr klar. Er hat ja auch längere und dickere Finger. :_cheesy_:
Bei ihm klingt es richtig gut, der Klang ist wirklich schön! Ich würde sie so gern spielen. Aber hat es Sinn?

Oder sollte ich es lieber mit einer Altflöte probieren oder noch mal nach einer besseren Sopranflöte schauen... :_huh_:
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Meeresbrise » Fr 20. Jan 2017, 10:58

Die tiefen Töne zu spielen ist einfach Übungssache! Da würde ich mir keinen Kopf machen. Versuche nicht, das tiefe c direkt anzuspielen, sondern baue es nach und nach in deine Stücke ein und spiele es vor allem vom f aus an. Überprüfe, dass dein rechtes Handgelenk entspannt und eher nach außen gewölbt ist und die Finger möglichst im rechten Winkel zur Flöte liegen.

Ja, ein Nachteil von Kunststoffflöten isr, dass sie anfälliger für Kondensation sind. Gut vorwärmen (in der Hosentasche) kann auch helfen.

Lass dich nicht entmutigen und viel Spaß mit der Tenorflöte.

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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Max » Fr 20. Jan 2017, 13:14

Ich würde ja sagen, einfach kaufen, eine Weile probieren und wenn es dann doch nichts ist mit 20-30% Verlust verkaufen, was sich beim Preis der Flöte ja in Grenzen hält. (Aber das ist natürlich nur meine subjektive Meinung...)
LG Max
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Katty » Fr 20. Jan 2017, 19:43

Meeresbrise, danke dass du mir Mut machst!! :_cheesy_:
Heute hat es erstaunlicherweise viel besser geklappt. Allerdings mit der geraden von Aulos. Auch bis zum tiefen C hinunter. Mit dem Knicktenor bin ich wieder gar nicht klar gekommen. Ich bleibe dran!
Ich würde ja sagen, einfach kaufen, eine Weile probieren und wenn es dann doch nichts ist mit 20-30% Verlust verkaufen, was sich beim Preis der Flöte ja in Grenzen hält.
Genau so werde ich es machen. Wenn wir zeitig genug aus dem Bett kommen, wollen wir morgen mal nach Karlsruhe zum "Blockflötenlädle" fahren. Einfach mal schauen, was es alles gibt und wie es klingt.
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Re: Einstieg Blockflöte

Beitragvon Katty » So 22. Jan 2017, 12:40

So, nun waren wir gestern in Karlsruhe bei Frau Schunder... und es kam, wie es kommen musste, ich bin da nicht ohne eine wunderbare Tenorflöte wieder hinaus gekommen (ich muss völlig verrückt sein!!! ...und mein lieber Lebensgefährte hat mir dann auch noch ermutigend zugeredet!). Es ist die, in die ich mich schon in Stuttgart verliebt hatte.
Frau Schunder hat mich wirklich toll beraten und mir einige Tenöre zum Probieren hingelegt. Ich bin weder mit Möllenhauer, noch mit Moeck klar gekommen. Einzig die von Küng konnte ich gut greifen und einigermaßen sauber spielen bis hinunter zum C. Und das ohne Klappen.
Frau Schunder hatte das natürlich gleich gesehen, denn sie schaut sich als erstes, wenn man vor ihr steht, unauffällig die körperlichen Gegebenheiten an. Insofern konnte sie sich bei mir auch keinen Knicktenor vorstellen. Hat ihn mich aber trotzdem probieren lassen. Das war nicht angenehm. Sie meinte, ich sei so groß und habe lange Arme, die Finger seien auch lang genug, der Rest ist Üben, Üben...
Da ich nun doch sehr viel mehr investiert habe, als ich urspünglich vorhatte, muss ich das nun aber auch tun! Ich habe richtig Lust darauf und hoffe sehr, dass das so bleibt. Sie klingt einfach wunderschön warm, spricht gut an, und ich bedaure, dass ich nun erst einmal die Einspielzeit durchhalten muss! :_cheesy_:

Die Kunststoffflöten werde ich nun zurück schicken... wobei ich mich von der Aulos Symphonie und ihrem Klang sehr ungern verabschiede.
Allerdings greift sich die Küng-Flöte nicht nur rechts, sondern auch mit der linken Hand aufgrund der kleineren Lochabstände deutlich leichter.
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