große hakenharfe 38S

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Maira
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Re: große hakenharfe 38S

Beitragvon Maira » Mi 11. Apr 2018, 12:39

Es muss Dir klar sein daß jede Harfe mit der ZEIT ihren Klang entwickelt.
Wenn da viele drauf spielen wird das anders als wenn nur einer drauf spielt.
Und da kommt es auch noch drauf an: neue gleich klingende Harfen entwickeln
verschiedenen Klang bei 2 verschiedenen Spielern.
Das passiert sogar bei ,,Harfen von der Stange ", man mags nicht glauben, ist aber so.
Daher kann man bei einer neuen, unbespielten Harfe nicht endgültig sagen wie sie nach 3-5-8-Jahren dann klingt.
Aber manchmal hat man eben Glück.....
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.

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David D-Moll
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Re: große hakenharfe 38S

Beitragvon David D-Moll » Mi 11. Apr 2018, 18:41

Hallo Maria,

die Aussage ist genauso wie das Empfinden von Klang, wahrscheinlich sehr individuell zu betrachten.

Bisher klingt meine Leihharfe (gebaut vor knapp 2 Jahren) für mich am besten. Ich habe die auch nach Gehör unter den vielen Harfen die bei Camac stehen ausgesucht. Es gibt halt das kleinere Problem dass die mit 1,30m mir bissel zu klein ist und ich daher weiter auf der Suche nach einer Größeren bin, mit den tollen Eindrücken auch gerne mit etwas mehr künstlerichem Design-Anspruch (an zweiter Stelle - der Klang zuerst).

Ich habe natürlich noch keine mehrjährige Erfahrung mit Harfen, aber um das mal irgendwie in Zahlen zu fassen (auch wenn das alles nur relativ ist) würde ich sagen dass trotzdem 90% an der Konstruktion, Holz-, sowie Saitenauswahl und Erfahrung des Harfenbauers fest zu machen sind und der individuelle Anteil eher nur so was in der Gegend von 10% ausmacht. Für manche sind aber gerade diese 10% ausschlaggebend. Ich habe aber auch einige Harfenspieler getroffen für die es so gut wie gar keinen Unterschied ausmachen würde auf welcher Silmaril oder Manjula sie gerade spielen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen die für die ganz feinen Differenzen sehr sensibel sind. (me) :_rolleyes_:

An die Theorie ganz einfach Glück oder Pech zu haben glaube ich nicht - allerdings dran, dass für die Prozente die den Unterschied machen wahrzunehmen viel Gefühl und Sensibiltät gehört, durchaus. Eine Hafe die schon mal von Anfang an gut klingt, hat sicher auch noch Potential sich mit dem Spieler zusammen in den Jahren zu entwickeln.

Definitiv kann ich aus meiner bisherigen Erfahrung sagen dass die "Harfen von der Stange" die ich gehört habe (Camac) einen sehr hohen Qualitätsstandard setzen und schon schwer ist etwas besseres zu finden. (von optischen ansprüchen rede ich dabei nicht). :_grin_:

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Re: große hakenharfe 38S

Beitragvon Tinka Bell » Mi 11. Apr 2018, 19:15

Sehr interessant.....
Also ich finde, dass es auch unheimlich drauf ankommt, WO die Harfe grade steht und welches Stück man auf ihr spielt. Das eine klingt auf Harfe X genau passend, das andere Stück passt dann eher weniger gut und viel besser zu Harfe Y.
UND im Kontext anderer Harfen nimmt man die eigene Harfe auch anders wahr oder aber wenn man längere Zeit auf einer anderen Harfe gespielt hat. Danach hat sich die Wahrnehmung des Klangs verändert, obwohl der Klang der gleiche ist. Und dann kommt noch hinzu - grade bei Anfängern - dass sich die Spielweise verändert: Meine Isolde steht ja nun als Übe-Harfe bei meiner Harfen-Lehrerin und ich muss sagen, dass sie unter ihren Händen komplett anders klingt. Da entfaltet sie ihr ganzes Potenzial, um Bezug zu nehmen auf Mairas Aussage.
Und dann ändert sich der persönlich Geschmack ja auch noch eventuell......
Gibt es also DIE Harfe überhaupt?
Daher kommt es wohl, dass Harfen oft im Rudel auftreten.
...wichtig ist nur, Highlights auf der persönlichen Zeitachse zu setzen. Und dabei ist es egal, ob sie Tasten, Löcher oder Saiten haben :_wink_:

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Re: große hakenharfe 38S

Beitragvon Maira » Mi 11. Apr 2018, 21:17

Wie wahr.
Selber mag ich lieber die Harfen von den Handwerkern.
UND ich hatte so was von Glück.
Meine Maira klingt einfach wunderbar.
Und wenn meine Lehrerin drauf spielt, einfach fabelhaft, besser als bei mir.
Das denkt ziemlich jeder von seiner eigenen Harfe, das lasse ich unbestritten.
In der Vielfalt liegt das Schöne.
Ich hatte nun schon einige Harfen in der Hand, auch ,,von der Stange".
Die waren jetzt nicht schlecht, aber eben auch nicht meines.
Bei den Manufakturharfen weiß man in etwa, was man kriegt.
Aber wenn es um Individualität geht sind die Handwerkerharfen unschlagbar.
Und wenn das Verhältnis Harfenbauer / Harfenspieler dann auch noch passt,
baut der Handwerker eine individuell spitzenmäßige Harfe genau für dieseneinen Kunden.
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.

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Re: große hakenharfe 38S

Beitragvon David D-Moll » Do 12. Apr 2018, 19:16

Offtopic:sorry wenn ich mit dem begriff "handwerker" überhaupt nichts anfangen kann - klingt für mich irgendwie nach "klempner dekolleté" und "wasserrohrbruch" :_rolleyes_: (auch wenn das bestimmt nicht so gemeint ist) aber das liegt wohl bissel daran dass ich seit jahren auf baustellen unterwegs bin und schon allen erdenklichen pfusch der sogenannten "handwerker" gesehen habe. egal ob mit holz, steinen, metall, kabeln, rohren oder sonst was gearbeitet wird :_shocked_: bin da wohl etwas vorbelastet und deswegen zurückhaltender mit lobeshymnen auf >das handwerk<.

einen qualifizierten kunst-handwerks-meister-titel für harfenbau fände ich dagegen schon ganz toll. wenn ich so manche harfenschnitzerei die bei e-bay feil geboten wird sehe, wird mir teilweise wirklich schon bissel schlecht. einiges kann man bestenfalls noch als dekoration benutzen (dachbodenfund :_wink_: ) aber nicht als instrument betiteln.

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Re: große hakenharfe 38S

Beitragvon Maira » Fr 13. Apr 2018, 13:01

Da hast Du aber blöde Erfahrungen gemacht.
Selbst bin ich Handwerksmeisterin und liefere keinen ,,Pfusch" ab.
Wenn ich was mache, dann ist das immer haltbar, praktikabel und
zuweilen auch optisch ansehnlich.
In dieser Reihenfolge liegt mein Augenmerk.
Und Handwerkerharfe ist eher ein Prädikat für eben genau jenes.
Wenn drüber hinaus noch einer ein schönes Schnitzwerk anbringt, gut.
Aber vornehmlich muß für mich eine Harfe gut gebaut und sauber verarbeitet sein.
Was nutzt die schönste Schnitzerei wenn der Klang nicht stimmt oder die Halbtöne
nicht intonierbar sind ? Die ,,Verzierungen " kann man machen, muß aber nicht zwingend sein
und sind für den Klang unerheblich.
Was nutzt die schönste Harfe wenn der, der dahinter sitzt, sie nicht spielen kann ?
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.


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