Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

HarfenEla
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von HarfenEla »

Hallo zusammen,

bei der Gwendolyne werde ich das morgen einmal versuchen, bin heute dauerhaft nur unterwegs...

Bemerkt hatte ich es zumindest aktiv noch nicht, werde aber einmal bewusst darauf achten und gebe dann hier eine Rückmeldung.

Bei der großen 7/5 von Martin Gust hatte ich das Phänomen überhaupt nicht wahrgenommen oder gehört, trotz wirklich richtig satter Bässe.

Viele Grüße,
Ela
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Anatker611
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von Anatker611 »

Ja das würde mich wirklich interessieren!
HarfenEla
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von HarfenEla »

Anatker, nachdem ich heute etwas Ruhe gefunden habe, konnte ich gerade den Test an der Gwendolyne machen.

Wenn ich oben ein Glissando anspielen und abdämpfe, schwingt es sehr leise unten weiter. Ist kaum wahrnehmbar, stört mich überhaupt nicht...

Bei der 6/6, die ich zwischenzeitlich anpielen darf, ist das Nachschwingen in meiner Wahrnehmung stärker, mich stört es aber tatsächlich auch überhaupt nicht.


Nun folgt für dijenigen, die es interessiert, mein längerer ausführlicher Erfahrungsbericht zum Thema.

Zu meiner persönlichen Erfahrung zum Wechsel bzw. zusätzlichen Lernen der Harfe, diatonisch und dann chromatisch und da noch einmal unterschieden zwischen 7/5 und 6/6:

Der Wechsel von langjährigem Klavierspiel auf diatonische Harfe war erst etwas Umgewöhnung und Herausforderung, wegen der anderen Spielrichtung und dem Zupfen der Saiten statt Anschlagen der Tasten.

Der Wechsel von diatonischen auf chromatisch 7/5 war nach der Überwindung der Angst, Fehler zu machen (bzw. dem Respekt vor den Kreuzsaiten) leichter, als gedacht: Das System ist wegen der Klaviererfahrung für mich vom Kopf her gut umzusetzen. Also musste ich mich da nur an die andere Griffweise gewöhnen, traue mich das aber zwischenzeitlich beherzt und ganz ohne Scheu. :-)

Die 6/6 ist nun nochmal umdenken, weil sich ja auch die Ganztöne zum Teil bereits auf unterschiedlichen Ebenen befinden. Einmal verstanden, weiß ich aber jetzt, wo die Töne sind und ich treffe sie zunehmend sicherer und intuitiver (heute bricht der 3. Tag an). Bei dieser Technik habe ich das Gefühl, dass ich viel öfter ungewöhnliche Griffe brauche, als auf der 7/5. Vielleicht sollte ich es besser ungewohnte Griffe nennen, andere Griffe als in der diatonischen Spielweise.

Die 6/6 erfordert von mir mehr Konzentration, Kopf- und Griff-Tüftelarbeit. Vielleicht ist es eine Gewöhnungssache und mir eröffnet sich im Laufe der Zeit noch der Vorteil, der schon des öfteren genannt wurde - dass es von den Griffen her einfacher sei, da sich gewisse Griffe immer wiederholen.

Momentan erfordert es viel Konzentration und Tüfteln, macht mir aber gleichzeitig immens viel Freude.

Für mich hat jedes System eine eigene Logik, es ist ein anderes Instrument, mich verwirrt der Wechsel daher nicht. Ich genieße bei der diatonischen Harfe die festen Regeln, das Planen, was wann zusammen wie eingesetzt und dann hintereinander abgespielt wird - und bei den chromatischen Spielweisen das Ungeplante, Kreativitatsfördernde gleichermaßen, ohne dabei etwas zu bevorzugen.

Falls es jemanden interessiert, kann ich auch nach einiger Zeit nochmal weiter berichten. :-)

Viele Grüße,
Ela
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Anatker611
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von Anatker611 »

Danke schön
mygga
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von mygga »

Ich bestätige Elas Einschätzung.

Bei mir ist es bei der 6x6 Kopfarbeit geblieben, die Routine hat sich nicht eingestellt. Auf Dauer war mir das zu stressig, deshalb spiele ich 7x5.
Wo Sprache keine Worte hat, fängt die Musik erst an. (M.W.)
HarfenEla
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von HarfenEla »

Kleines Update für Interessierte zur Spielweise nebeneinander:

Im Wanderurlaub hatte ich die kleine 7/5 im Gepäck, sie kann man wegen des geringen Gewichtes super mit in die Natur hineinnehmen.

Direkt nach der Rückkehr setzte ich mich dann gespannt an die geborgte 6/6, um zu sehen, ob ich nun mit den Griffen durcheinander komme.

Die positive Überraschung folgte direkt: die Griffe der 6/6 hatten sich in der Urlaubswoche anscheinend gesetzt und nun konnte ich sie sogar müheloser und intuitiver als zuvor spielen, anstatt durcheinander zu kommen. Selbst dem Kater gefiel es nun und er drappierte sich daneben auf das Sofa. :-)
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