Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

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Max
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von Max »

Den Tipp von mygga, ein Stück konsequent nur auf der Diatonischen oder nur auf der Chromatischen zu spielen, kann ich unterstreichen.
Das handhabe ich durchgehend so und so kommt es auch zu keinen Verwirrungen.

Ich würde auch sagen, dass Du Dir Zeit lassen und nicht zu schnell das Handtuch werfen solltest.

Was aber tatsächlich für manche Menschen ein Problem ist, ist der chromatische Tonbrei der mitschwingenden Saiten. Damit meine ich nicht das Geräusch, wenn Saiten im Kreuzungsbereich aneinanderschlagen. Bei der Diatonischen ist der Klang der mitschwingenden Saiten mehr oder weniger harmonisch, bei der chromatischen halt chromatisch und damit nicht wirklich harmonisch. Ich habe mich schon mit einigen Chromatikern und Zuhörern bei Konzerten auf der Chromatischen darüber unterhalten und es gibt wirklich Menschen, die diesen Klangbrei als unangenehm empfinden und andere, die dieser nicht stört oder die ihn gar nicht wahrnehmen.
Daher kann jede(r) nur für sich selber entscheiden, ob sie/er dieses Phänomen akzeptieren kann oder nicht.

LG Max
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HarfenEla
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von HarfenEla »

Hallo Max,

das Phänomen der mitschwingenden Saiten habe ich bei meiner "neuen" kleinen Chromatischen noch nicht bemerkt, kann das evtl auch mit dem Saitenabstand zusammenhängen, oder ist das immer vorhanden?
Oder höre ich das vielleicht einfach nicht?

Das könnte zumindest erklären, warum mein Kater sich direkt neben die diatonische Harfe legt, wenn ich spiele, er aber bei der chromatischen Harfe ehr schonmal das Sofa und manchmal auch den Raum verlässt (auch wenn ich die richtigen Töne spiele :-)).

VG
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von HarfenEla »

Hallo Anatker,

das Schnarren ist schon frustrierend, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der Klangbrei ziemlich anstrengend ist, wenn Du da etwas hörst.

Vielleicht gibt sich das noch mit der Erfahrung... auf jeden Fall weiter viel Erfolg und ich freue mich, zwischendurch mal wieder von Deiner weiteren Erfahrung zu lesen, falls Du nochmal wieder berichten magst.

Mit meiner 7/5 chromatischen läuft es erstaunlich gut, natürlich muss ich Stellen mit Halbtönen mehr üben, aber einen Knoten im Kopf oder in den Augen habe ich nicht mehr.

Viele Grüße,
Ela
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Max
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von Max »

HarfenEla hat geschrieben: Mi 9. Sep 2020, 14:08
das Phänomen der mitschwingenden Saiten habe ich bei meiner "neuen" kleinen Chromatischen noch nicht bemerkt, kann das evtl auch mit dem Saitenabstand zusammenhängen, oder ist das immer vorhanden?
Oder höre ich das vielleicht einfach nicht?

Das könnte zumindest erklären, warum mein Kater sich direkt neben die diatonische Harfe legt, wenn ich spiele, er aber bei der chromatischen Harfe ehr schonmal das Sofa und manchmal auch den Raum verlässt (auch wenn ich die richtigen Töne spiele :-)).
Nein, das hat nichts mit dem Saitenabstand zu tun. Bei Deiner recht kleinen chromatischen Harfe, die nicht so weit in den Bassbereich reicht, tritt dieses Phänomen allerdings weniger auf, weil die Saiten im Diskant nicht so lange schwingen.
Nimm mal Deine diatonische Harfe von Martin Gust, die ja weiter in den Bass reicht, spiele recht schnell einige Töne, lasse aber die tiefste Oktave aus. Dann dämpfst Du alle Saiten, außer die nicht gespielte Bassoktave und es wird nicht völlig ruhig sein, weil auch die nicht gespielten Saiten schwingen.
Und genau dieser Klang ist bei der Chromatischen halt nicht so harmonisch wie bei der Diatonischen.
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von mygga »

Stimmt, Ela, dafür schwingt deine zu kurz. Allerdings meine ich, dass das Problem bei Martins Harfe auch nicht so auftritt. Ist dir da was aufgefallen?
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von Oliver »

Max hat geschrieben: Di 8. Sep 2020, 09:32 Was aber tatsächlich für manche Menschen ein Problem ist, ist der chromatische Tonbrei der mitschwingenden Saiten.
Beim Klavier das rechte Pedal treten … wenn man es nicht immer wieder mal loslässt, um die Saiten zu dämpfen, landet man ebenso in einem chromatischen Tonbrei. Ist halt Physik!
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von Max »

mygga hat geschrieben: Do 10. Sep 2020, 00:46 Stimmt, Ela, dafür schwingt deine zu kurz. Allerdings meine ich, dass das Problem bei Martins Harfe auch nicht so auftritt. Ist dir da was aufgefallen?
Ich meinte dies nicht als Problem, sondern nur exemplarisch zur Veranschaulichung des physikalischen Phänomens, weil Ela das auf der Gwendolyne wegen des größeren Tonumfangs besser ausprobieren kann.
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von Anatker611 »

Danke für eure ermutigenden Worte. Das Schnarren kommt beim nicht optimalen Aufsetzen auf die Saiten. Das wird bestimmt besser, wenn ich besser werde.
Falls ich wirklich mit beidem weiter mache, werde ich sicherlich den Tipp mit den verschiedenen Stücken beherzigen.
Ich empfinde den Tonbrei tatsächlich als störend. Ich bevorzuge kleine Instrumente. Bevor ich mich wirklich entscheide eine chromatische zu kaufen, werde ich versuchen eine Reiseharfe 6/6 Probe zu spielen. Es sind ja tatsächlich die Basssaiten, die da am stärksten zu hören sind. Wenn die gar nicht dran sind, vielleicht stört mich das dann auch nicht so sehr.
Es sind halt die unterschiedlichen Möglichkeiten, die mich wirklich faszinieren!
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von mygga »

Schade, dass du so weit im Süden wohnst. Sonst könntest du mal ausprobieren, ob sich einzelne Modelle vielleicht von der Resonanz her unterscheiden.
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Re: Mehrere Harfen / chromatisch 6/6 u 5/7 und Diatonische parallel?

Beitrag von mygga »

Max hat geschrieben: Do 10. Sep 2020, 09:33 Ich meinte dies nicht als Problem, sondern nur exemplarisch zur Veranschaulichung des physikalischen Phänomens, weil Ela das auf der Gwendolyne wegen des größeren Tonumfangs besser ausprobieren kann.
LG Max
Ja, aber genau deswegen habe ich gefragt. Ela hat letzte Woche bei mir meine 7x5 von Martin gespielt. Mir selber fällt das Mitschwingen nicht auf, deshalb habe ich sie gefragt. Sie hätte das theoretisch also bei einer Chromatischen mit richtig Wummerbässen beobachten können.
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