Corona und Harfe

Du hast etwas schönes, ärgerliches, spannendes, trauriges mit deiner Harfe erlebt? Erzähl uns davon.
Azurit
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von Azurit »

Achso und vielen lieben Dank!!! :_kiss_: :_kiss_:
Ich freu mich auch schon echt auf das Studium :_cheesy_:
Anatker611
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von Anatker611 »

Also ich weiß gar nicht woher die Leute während des „Lockdowns“ Zeit her hatten 😂 Harfe ist da immer mehr ins Hintertreffen geraten. Homeschooling und zwei jüngere Geschwister Ohne Kindergarten oder Spielplätze oder Garten und Papa arbeiten- da kann mama sich keine Minute an die Harfe setzten. Und jetzt noch unser Umzug. Ich hoffe, dass ich jetzt bald wieder mehr dazu komme. Immerhin haben wir jetzt einen Garten...
Spotlight
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von Spotlight »

Azurit hat geschrieben: Mi 2. Sep 2020, 21:17
Spotlight hat geschrieben: Mo 31. Aug 2020, 14:56
Azurit hat geschrieben: Mi 26. Aug 2020, 23:53 Ich bin am Anfang halt voll in ein Loch gefallen, alle Gigs fiehlen aus und die Aufnahmeprüfungen wurden verschoben...ich hatte plötzlich ganz sehr den Drang, komplett an eigenen Projekten zu arbeiten, aber auf die Prüfungen musste sich ja trotzdem vorbereitet werden. :_wink_:
Nachdem ich aus diesem Loch raus war, ging es echt super und ich habe, bis auf einen kleinen Spaziergang, den ganzen Tag geübt. :_grin_: :_grin_: Immer. Das wurde noch mehr mein Tagesinhalt als sonst :_grin_: :_grin_: :_grin_:
Das mag jetzt vielleicht bisschen dick aufgetragen klingen, aber es war eben halt einfach genau so! :_grin_: :_grin_: Und am Ende hab ich die online stattfindende Aufnahmeprüfung bestanden!! :_cheesy_: :_cheesy_: :_cheesy_: Dank Corona war sie viel später und teilweise sogar leichter bzw nicht so streng. Also das ganze hat meinen Lebensweg doch sehr krass beeinflusst :_grin_:
Herzlichen Glückwunsch. Wirst Du nun in Frankreich Harfe studieren oder wohin verschlägt es Dich? Viel Spaß beim Studium!
Ich weiß zwar grad im Moment nicht, wer sich hinter "Spotlight" verbirgt (mir kommt es so vor, als wüsste ich das eigentlich und komme nur gerade nicht drauf...) aber mich überrascht gerade, dass du wegen Frankreich fragst! Das ist ja echt schon ziemlich lange her...aber ja, deswegen hab ich mich im Forum angemeldet und das stand auf jeden Fall damals als erstes auf meiner Liste an Musikstudiengängen, die man auf der Harfe machen kann und die NICHT klassisch sind. Ich hatte das einige Zeit vor, zu machen, aber dann bin ich irgendwie von Folk zu Pop und von da zu Jazz gekommen. Und dort bin ich quasi geblieben🧡 und werde ab dem nächsten WS Jazzharfe an der HFMTM Hannover studieren. :_cheesy_: :_cheesy_: Mir fehlt grad echt dein reeller Name, aber cool, dass wir uns schon so lange kennen :_cheesy_:
Das hört sich doch sehr gut an. Ich finde die verschiedenen Studiengänge spannend und verfolge gerne die entsprechenden Threads. Jazzharfe ist bestimmt eine gute Wahl, vor allem wenn sie die Leidenschaft dahin entwickelt hat. Ich wünsche Dir viel Freude beim Studieren.
Blauwal1312
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von Blauwal1312 »

Leider bin ich während Corona lang nicht so viel zum üben und spielen gekommen, wie ich gehofft habe. Meistens kam doch viel Stress dazwischen oder eine allgemein fehlende Motivation, irgendetwas produktives zu tun. Tatsächlich spiele ich wieder etwas mehr, seit wieder ein bisschen mehr Struktur in den Alltag gekommen ist und ich wieder mehr Termine habe. Das scheint mich mehr zu motivieren, als zu wenig zu tun zu haben.
Dafür habe ich in Lockdown Zeiten sehr viel Musik gehört, wenn ich schon nicht selbst musiziert habe. Meistens habe ich mich direkt noch schlau gemacht über die Musik und mir mit Artikeln wie diesem gerechtfertigt, dass ich außer Musik hören, nicht viel anderes gemacht hbae.
HarfenEla
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von HarfenEla »

Danke für den Hinweis auf den informativen Artikel, Blauwal1312!
Musik wäscht die Sorgen von Deiner Seele.
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ysa
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von ysa »

huhu
ich war schon ewig nicht mehr hier - ich glaube auch irgendwie wegen corona. aber ich finde diesen thread schön, deshalb dachte ich mir, schreib ich halt auch mal was.
ich habe den lockdown total genossen - ich musste mir wirtschaftlich keine sorgen machen, war im home office und hatte plötzlich zeit und kraft, kreativ zu werden. ich hab klavier (ja, ihr habt richtig gelesen) geübt wie eine bekloppte. die harfen waren meistens ruhig, bis auf ein paar mal, wo ich balkonkonzerte und andere kleine filmchen zum streamen gemacht habe und einmal mit anderen zusammen was aufgenommen habe. mit den streams habe ich wieder aufgehört, als viel bessere und professionellere videos und live streams unterwegs waren.
ich habe musik gehört und das beethoven jahr richtig hart gefeiert, indem ich mir endlich mal die aufnahmen gekauft habe, die ich schon lange haben wollte (alle syhmphonien, alle klavierkonzerte von emil gilels eingespielt und alle sonaten, die er von beethoven eingespielt hat, sowie alle späten streichquartette).
ich habe gefühlte 10 konzerttickets zum teil verfallen lassen müssen, zum teil wurden die konzerte verschoben und so gott will, kann ich anfang november endlich mal mein idol ivo pogorelich spielen sehen.
ich habe gelernt, dass man langsamer und in einem kleineren radius leben kann, dass ich gar nicht so der gesellschaftsmensch bin, dass ich froh bin, nicht ständig leute umarmen zu müssen, dass ich kreativ bin, wenn ich zeit habe und dass stille und eremitentum was sehr schönes sein kann.

dass das harfentreffen nicht stattgefunden hat, hat mich aber echt hart getroffen. darauf hatte ich mich so gefreut. ich hoffe, dass das irgendwann wieder möglich ist. das war immer was ganz besonderes und ein echtes highlight im jahr.
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Vera
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eine Gosewinkel Harfe
(mag ich immer noch sehr gerne spielen)
27 Saiten, normalerweise in F-Dur gestimmt, mit drei Haken pro Oktave
HAKEN, keine Klappen
(allerdings hab ich sie in C-Dur gestimmt)

Dann ist mir kürzlich eine Camac Korrigan zugelaufen.
Mit Darmsaiten.... muss ich mch erstmal dran gewöhnen

Dann ist da noch Fröschlein, eine kleine,recht alte Harfe, hab ich mit Unterstützung von Karsten "renoviert" und nochmal zum Klingen gebracht

Aber wie ich mich kenne ist das noch nicht das Ende der
(Harfen) Geschichte

.
Wohnort: Frankreich in der Nähe von Saarlouis

Re: Corona und Harfe

Beitrag von Vera »

Ich möchte auch mal was dazu schreiben.
Die aktuelle Situation (nicht so sehr "mit", sondern eher "um" Corona) belastet mich schon.
Seit dem Frühjahr habe ich viel auf der Harfe gespielt.
Im ersten Lockdown und teilweise Kurzarbeit hatte ich viel Zeit und das Harfenspiel war für mich eine Mischung aus Beschäftigung, Trost, und Kreativität. Ich habe neue Stücke geübt, und habe im Oktober sogar einen kleinen Workshop besuchen können, wo es mir sehr gut gefallen hat, und ich auch nochmal viel Inspiration und Ideen mir genommen habe.
Dann kam der zweite Lockdown. .. und es war vorbei.
Einfache Stücke wollen nicht mehr richtig von der Hand gehen (schwierigere brauch ich gar nicht erst zu versuchen)
Es kostet mich regelrecht Überwindung mich an die Harfe zu setzten, möchte sie am liebsten gar nicht mehr sehen. Hab sie in den Keller geräumt... und beschlossen: sobald die Kontaktbeschränkungen irgendwann wieder gelockert werden, werde ich zumindest mal die Camac verkaufen.

Ich hoffe das geht wieder vorbei, denn die letzten Jahre mit der Harfenmusik waren wirklich sehr schön.
Reich ist, wer mehr Träume im Herzen hat, als die Realität zerstören kann
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merit
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von merit »

Liebe Vera, mein knallharter, persönlicher "Spiellust-Coaching" - Tip - hier deshalb ungefragt, weil ich sowas megaschade finde. Wenn es mir so geht, zwinge ich mich (ja, richtig gelesen) zum Spielen bzw. erstmal zum Stimmen. Der Appetit kommt bei mir dann innerhalb der ersten 2 Minuten.

Ich spiele dann eher Sachen, die ich gut kann. Manchmal funktioniert es aber auch mit der aktuellen Herausforderung.

Wenn Du das nicht schon probiert hast, versuchs mal, vielleicht auch ein paar Tage nacheinander. Es wäre schade, wenn etwas, was Dir Freude bereitet und eigentlich hilfreich sein kann in so blöden Situationen wie der momentanen, einfach verlischt.

Herzliche Grüße!
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bastian
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von bastian »

Hallo Vera,

Ich schließe mich mit einem Tipp an:

Keine Panik!

In meiner jetzt 12-jährigen Harfengeschichte gab es auch immer mal Phasen massiver Motivationsprobleme. Am Anfang dachte ich noch - Ogottogottogottogott, so ein schönes Hobby, aber ich mag gerade gar nicht üben. Ogottogottogottogott!!!1!elf1!1! -

Irgendwann habe ich verstanden, dass das wohl normal ist. Ich vermute dass liegt daran, dass man sich selber zu viel Druck macht. Inzwischen stelle ich dann die Harfe ein, zwei Monate in die Ecke und beachte sie nicht. Irgendwann lockt die dann wieder.

Also, nicht gleich alles hin schmeißen. Akzeptieren, dass es gerade so ist. Druck raus nehmen. Abwarten. Andere schöne Dinge tun. Wird schon wieder.

Sebastian
Nulla vita sine musica.
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Tinka Bell
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Re: Corona und Harfe

Beitrag von Tinka Bell »

Ich habe heute erstmalig mal wieder hier reingeschaut......
Oh Vera, das klingt sehr schade :_sad_:
Auch mir ging und geht es ähnlich und ich kann nicht mal sagen, was es genau ausgelöst hat. Meine Noten aufzuschreiben gestaltet sich schwer - ich bekomme wenig Rückmeldung bzw. es ist einfach zäh, weil dann einiges verändert werden muss und man nur über Email miteinander kommuniziert - jemand schreibt das auf für mich...... Das hat mir auch etwas die Lust geraubt. Während ich noch Änderungen habe und auf Rückmeldung warte, habe ich schon lange Lust, etwas anderes zu spielen und so werde ich auch ausgebremst usw.
Aber immer wenn ich mich an die Harfe setze, fange ich sofort an zu improvisieren und frage mich, warum ich nicht schon am Vortag dran gesessen habe. Momentan ist bei mir die Talsohle aber durchschritten und ich habe mir auch wieder besinnliche Sachen für die Weihnachtszeit rausgesucht.

Mir geht es so wie @Merit und die Lust am Spielen erwacht dann im Spiel. Ist wohl wie mit dem Essen "Der Appetit kommt beim Essen" oder wie war das noch?
Was @bastian schreibt, beruhigt mich auch sehr. Es darf wohl auch solche Phasen geben. Aber meine Harfe (n) verkaufen wäre für mich das absolute Waterloo. Das würde heißen, dass ich aufgegeben habe und dafür habe ich das einfach nicht so lange gegen alle Unkenrufe durchgehalten.
Ich denke aber, dass man jemanden braucht, der einen auch motiviert und das habe ich nicht. Und viele spielen ja doch für sich alleine.
Ich hatte mir als Motivationsschub fest vorgenommen, mich mal in eine Seitenstraße der Nachbarstadt zu setzen in der Vorweihnachtszeit. Einfach auch mal als Test für mich. Und jetzt schon wieder verlässt mich der Mut bzw. Corona macht es nicht einfacher.
Ich wünschte mir, dass mir dann mal jemand einen Arschtritt gibt und sagt "Jetzt tu´s doch einfach, du kannst es, es ist doch kein Konzert oder Vorspiel" Mal kucken, vielleicht mache ich das doch im Dezember schwer maskiert oder mit Pestmaske :_grin_:

Geb es nicht dran! Wir haben uns alle doch so viel erarbeitet, es wäre einfach schade, wenn das im Sande versickert, liebe Vera! Und wenn die Harfe einmal verkauft ist, ist ein Zurück eher schwer. Sie darf auch mal Pause machen.
Ich muss aber dazu sagen, dass meine Diana nun in einem ehemaligen Kinderzimmer steht und ein bisschen im Dornröschenschlaf liegt. Der Aufbau der Hornhaut ist schon so eine Nummer. Wenn man da pausiert, wird der Anfang wieder richtig schwer. Aber das kann und darf auch - da weiß ich einfach nicht, wohin die Reise geht. Das ist aber eine andere Geschichte.....
"Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor"
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