Immer diese Carols...

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Fainwen
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Immer diese Carols...

Beitrag von Fainwen »

Hallo liebe Harfenfreunde,

Ich bin gerade am Üben von den Variations on a Welsh Carol von Ank van Campen (Was auch sonst...Bis Weihnachten will das ja gekonnt sein..).

Auf meinen Kommentar hin, dass das Stück ja schon ziemlich dramatisch ist (empfinde ich zumindest so), sagte meine Lehrerin, dass es wohl viele Carols aus der Ecke gibt, die alle eher was schwermütiges haben und ich hab mich gefragt, ob jemand von euch weiß, warum??

Ich hab da noch keine ellenlange Recherche betrieben und die paar Welsh Carols die man auf YouTube finden kann, empfinde ich tatsächlich nicht als 'lasst uns froh und munter sein'...

Empfindet ihr das auch so? Und wisst ihr vielleicht, was der Hintergrund ist? Hat es vielleicht was mit der Jahreszeit zu tun? :_huh_:
Liebe Grüße,
Katharina :_smile_:

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Mary Greenleaf
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Re: Immer diese Carols...

Beitrag von Mary Greenleaf »

Hallo,

irgendwie hab ich Deinen Post erst jetzt gesehen. Da es mich auch interessiert wie diese Schwermütigkeit kommt hab ich einfach mal History of the Welsh Carol gegoogelt und bekam als erstes diesen Treffer hier:
https://www.medievalists.net/wp-content ... r_2013.pdf
Ist nicht nur über die Welsche Variante, aber vielleicht hilft das ja weiter.
Ausserdem hab ich noch dieses hier von der BBC gefunden:
https://www.bbc.com/culture/article/201 ... mas-carols
Das ist tatsächlich surprising und decidedly strange, aber auch nicht walisisch.
Vorweihnachtliche Grüße,
Mary
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Maira
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Re: Immer diese Carols...

Beitrag von Maira »

Warum möchtest Du ein trauriges Weihnachtslied spielen?
Gibt doch soooo viele freundliche Stücke.

( Grandma got run over by a reindeer z.B. )

(( tief duck und schnell weg ))
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.
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merit
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Re: Immer diese Carols...

Beitrag von merit »

Deutsche Weihnachtslieder, vor allem die älteren vor dem 19. Jh., sind ja auch nicht immer ein Born der Heiterkeit, was die Melodien anbelangt. Man denke nur an "Maria durch ein Dornwald ging". Ich fange jetzt keine längere Recherche an....aber da gibt es sicher noch einiges mehr von der Kategorie.

Kunsthistorisch würde mir als Begründung der Verweis auf den kommenden Opfertod des - an sich hurra! - soeben geborenen Erlösers, der jetzt noch ein hilf- und ahnungsloses Baby ist, einfallen. Das ist schon ein ziemlich dramatischer Plot!

Das gibt es tatsächlich auch immer mal bei Krippenszenen in der bildenden Kunst - als diskrete Seitennotiz im Bild durch eine entsprechende Blume oder ähnliches Reqisit.

Herzliche Grüße! Merit Zloch
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Fainwen
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Re: Immer diese Carols...

Beitrag von Fainwen »

Danke für deine Links Mary, ich war schon eine Weile nicht mehr hier, da ein Umzug grad meine volle Aufmerksamkeit erfordert, aber ich werd mich auf jeden Fall mal reinlesen (und hören?)

Merit, danke für deinen Input. So übergreifend habe ich darüber noch nicht nachgedacht, dass man es als: "Yay er ist da, aber oh no, er bleibt uns nicht lange" interpretieren könnte. Das mit den Blumen ist mir noch nie aufgefallen, ich beschäftige mich aber auch selten mit sakraler Kunst - ist einfach nicht so mein Ding :_grin_:

Also vielen Dank an dieser Stelle :_kiss_:
Liebe Grüße,
Katharina :_smile_:

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