G auf gis stimmen

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Der Juergen
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Re: G auf gis stimmen

Beitrag von Der Juergen »

Karsten hat geschrieben: Do 22. Sep 2022, 10:26 Lieber Jürgen, ich habe nichts mit Maira zu tun und habe Dich weder angegriffen oder angesprochen.
Ich wollte lediglich darlegen, dass 438 Hz durchaus "üblicher" im lebendigen Praxiseinsatz der heutigen Zeit ist als 435 oder höhe Tonarten.
Kann es sein dass du da gerade ganz viele Sachen durcheinander bekommen hast? Von gefunden Stimmgabeln habe ich gar nichts geschrieben. Bitte nochmal genau lesen bevor hier Shitstorm los brechen! :_shocked_:
Karsten, in deinen Zeilen verwendest du nicht den Namen, das kennen wir (ohne hier auf deine alten Gepflogenheiten einzugehen).
Lustig wird das Leben, wenn man so tief in seiner vermeintlich "richtigen" Theorie-Suppe abgetaucht ist, dass man nur sehr schwerlich aus ebendieser wieder auftauchen kann, für den Fall dass die Realität einem das richtige Leben zeigt …


Und nun doch zu deiner Falschbehauptung, damit es sich nicht noch in den Köpfen festsetzt.
Bevor 1885 die Pariser Akademie den Stimmton auf 435 Hz "bestimmt hat, war es die selbe Pariser Akademie, die 1858 (also 27 Jahre vorher) den Stimmton auf 437,5 Hz gesetzt hat.
Die Pariser Kommission hat 1858 (!) den Stimmton von 435 Hz vorgeschlagen.

The French Commission of 1858 (or “Lissajous-Halévy Commission,” as it was called) was made up of officials, physicists, and composers.
[…]
Ignoring the advice of Berlioz (who thought, that lowering the pitch standard would be impractical, confusing, and very expensive) the French Commission set its standard at a1=435 about 10 Hz lower than almost any musician in Europe was playing. The Commission’s recommendation became law in France in 1859. The pitch was called the diapason normal. The rest of Europe used France’s initiative (if not literally, at least as a reference point), and it became generally known as “French pitch.”

Zitat aus der Dissertation von Bruce Haynes »A History of Performing Pitch – The Story of “A”« (erschienen 2002), S. 348 f.

Die von dir für die Pariser Kommission (im Zusammenhang mit 435 Hz) behauptete Jahreszahl von 1885 bezeichnet das Datum der Internationalen Stimmtonkonferenz in Wien, die dann den Stimmton auf diesen Pariser Stimmton festlegte.

In 1885 the international pitch conference in Vienna re-established A=435.
Zitat aus Haynes, S. 359.
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Jürgen Steiner
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Karsten
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Re: 438 Hz gab es doch!

Beitrag von Karsten »

Karsten hat geschrieben: Mi 21. Sep 2022, 21:23 Lustig wird das Leben, wenn man so tief in seiner vermeintlich "richtigen" Theorie-Suppe abgetaucht ist, dass man nur sehr schwerlich aus ebendieser wieder auftauchen kann, für den Fall dass die Realität einem das richtige Leben zeigt ... Theorie und Praxis liegen oft sehr weit auseinander und ...
Lieber Jürgen, mein einleitender Satz ist meine Geschichte wie ich von den alten Folianten irgendwelcher vermeintlich Gelehrter um den Stimmton 435 Hz in die gelebte Realität von 438 Hz durch einige Kunden gekommen bin und ich glaube dass habe ich nachvollziehbar beschrieben.
Die nächste Version des HarfenSaiten-Rechners wird nämlich die Möglichkeit haben Harfen auch in anderen Kammertönen zu berechnen.

Wenn Du Dich selbst ebenfalls in meiner Beschreibung wiederfindest und es wie weiter oben für dich proklamierst, so sei es dir gestattet - dann solltest du aber auch nicht auf mich schießen. Vielleicht denkst du nochmal darüber nach.

Es mag sein dass die von dir zitierte Quellenangabe einer Dissertation es so "weiss". Für welchen räumlichen Bereich und zu welcher Zeit dieses Wissen gültig war und ob es der Realität entspricht vermag ich gar nicht zu sagen. Tatsächlich ist mir das auch egal da ich gar nicht vorhabe eine allgemeingültige Abhandlung darüber zu verfassen oder den Anspruch zu erheben dass es genauso sei. Vermutlich gab es in den Zeiten vor 150 Jahren viele Wahrheiten nebeneinander - je nachdem wen man gefragt hat.
Wer sich dafür weiter interessiert kann ja mal die einschlägigen Suchmaschinen bemühen und wird an vielen Stellen darüber stolpern - nicht nur die Wikipedias. Metager.de bietet sich da an. Zumindest wird die von mir genannte These vom dicken Brockhaus aus 1970 bestätigt und das richtige Leben abseits der grauen Theorie bestätigt die 438 Hz ja ebenfalls. Um etwas anderes ging es mir gar nicht, zu sagen, dass 438 Hz in der Harfenwelt noch bis heute existiert.

Insofern gebe ich dir erstmal Recht aber meine Meinung gefällt mir irgendwie besser. :_grin_:

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Der Juergen
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Re: 438 Hz gab es doch!

Beitrag von Der Juergen »

Karsten hat geschrieben: Do 22. Sep 2022, 17:25
Karsten hat geschrieben: Mi 21. Sep 2022, 21:23 Lustig wird das Leben, wenn man so tief in seiner vermeintlich "richtigen" Theorie-Suppe abgetaucht ist, dass man nur sehr schwerlich aus ebendieser wieder auftauchen kann, für den Fall dass die Realität einem das richtige Leben zeigt ... Theorie und Praxis liegen oft sehr weit auseinander und ...
Lieber Jürgen, mein einleitender Satz ist meine Geschichte wie ich von den alten Folianten irgendwelcher vermeintlich Gelehrter um den Stimmton 435 Hz in die gelebte Realität von 438 Hz durch einige Kunden gekommen bin und ich glaube dass habe ich nachvollziehbar beschrieben.
Die nächste Version des HarfenSaiten-Rechners wird nämlich die Möglichkeit haben Harfen auch in anderen Kammertönen zu berechnen.

Wenn Du Dich selbst ebenfalls in meiner Beschreibung wiederfindest und es wie weiter oben für dich proklamierst, so sei es dir gestattet - dann solltest du aber auch nicht auf mich schießen. Vielleicht denkst du nochmal darüber nach.

Es mag sein dass die von dir zitierte Quellenangabe einer Dissertation es so "weiss". Für welchen räumlichen Bereich und zu welcher Zeit dieses Wissen gültig war und ob es der Realität entspricht vermag ich gar nicht zu sagen. Tatsächlich ist mir das auch egal da ich gar nicht vorhabe eine allgemeingültige Abhandlung darüber zu verfassen oder den Anspruch zu erheben dass es genauso sei. Vermutlich gab es in den Zeiten vor 150 Jahren viele Wahrheiten nebeneinander - je nachdem wen man gefragt hat.
Wer sich dafür weiter interessiert kann ja mal die einschlägigen Suchmaschinen bemühen und wird an vielen Stellen darüber stolpern - nicht nur die Wikipedias. Metager.de bietet sich da an. Zumindest wird die von mir genannte These vom dicken Brockhaus aus 1970 bestätigt und das richtige Leben abseits der grauen Theorie bestätigt die 438 Hz ja ebenfalls. Um etwas anderes ging es mir gar nicht, zu sagen, dass 438 Hz in der Harfenwelt noch bis heute existiert.

Insofern gebe ich dir erstmal Recht aber meine Meinung gefällt mir irgendwie besser. :_grin_:

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Es gibt Fakten und Fakes.
»Alternative Fakten« gibt es nur bei Leuten, die Fakes verbreiten (Sarah Palin, Donald Trump, W. W. Putin, Anti-Impf-Schwurbler usw.)

Ob du das eine glaubst oder etwas anderes, ist für die Community irrelevant, und auch mir wurscht.

Was ich jedoch auch in Zukunft nicht stehen lassen werde, sind falsche Behauptungen, die sich mit etwas Quellenstudium widerlegen lassen.
Und mit »Meinung« haben Fakten und Falschbehauptungen überhaupt nichts zu tun.
Hierbei ist es auch egal, ob es von dir, »Maira« oder wem sonst kommt.
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Re: G auf gis stimmen

Beitrag von Koko P. »

Anatker611 hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 14:52 Ich fürchte ihr werft den Thread Ersteller aus dem Thread in dieser Diskussion… ich nehme an, wenn er wissen wollte, ob gis und as „gleich“ klingen, dann wird diese Diskussion ihn nur schwerlich weiter bringen für seine vermutlich weit nach 1938 gebauten Harfe 😕
Daumen hoch!
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Der Juergen
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Re: G auf gis stimmen

Beitrag von Der Juergen »

Koko P. hat geschrieben: Fr 23. Sep 2022, 20:09
Anatker611 hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 14:52 Ich fürchte ihr werft den Thread Ersteller aus dem Thread in dieser Diskussion… ich nehme an, wenn er wissen wollte, ob gis und as „gleich“ klingen, dann wird diese Diskussion ihn nur schwerlich weiter bringen für seine vermutlich weit nach 1938 gebauten Harfe 😕
Daumen hoch!

Da habt ihr sicherlich Recht, spätestens seit »Maira« schrieb
Ach, mit den Her(t)zen ist das auch so ne Sache....
Manche haben es, manche nicht.
vielleicht auch schon seit »esperos« Vorschlag, die physikalische Größe Hertz (er schrieb zunächst »Herz«) zu verwenden, hatte es nicht mehr viel mit der eigentlichen Fragestellung zu tun.

Wie wäre denn euer Vorschlag, entsprechenden Falschaussagen und Pseudobelegen entgegenzutreten, wenn sie in einen Thread einfließen (wie hier seitens »Maira« und Karsten geschehen)?

Mein Vorschlag wäre, dass der Admin es abtrennt und an anderer Stelle ablegt.
Das Ganze zu löschen (oder aus rechtlichen Erwägungen beweissichernd nur vor der Öffentlichkeit zu verbergen) halte ich für nicht angezeigt, denn es zeigt – gerade in der nicht ganz unkomplizierten Materie der Stimmtonhöhe – wie wichtig es ist, auf verifizierbare Belege zu achten.

Meines Erachtens wäre es ideal, einen redaktionell betreuten Wiki-Eintrag zu kreieren, aber leider gibt es das Wiki hier leider nicht mehr, und auch dort waren mangels fachlich redaktioneller Betreuung etliche falsche Aussagen zu lesen (siehe den Artikel zur »keltischen Harfe«).
Dass der Admin dies nicht alles noch zusätzlich machen kann, ist mir klar, es ist eher, wie gesagt, eine Idealvorstellung.

Liebe Grüße
Jürgen
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