Wenn eine Harfe eine Reise tut...[Photoreportage]

Du hast etwas schönes, ärgerliches, spannendes, trauriges mit deiner Harfe erlebt? Erzähl uns davon.
Ragna
schon länger da
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Meine Harfe(n): Eine "Jonas" Reiseharfe von H. Schupp und L&H style 20 die sich sehr gut ergänzen.

Re: Wenn eine Harfe eine Reise tut...[Photoreportage]

Beitrag von Ragna »

@Tinka Bell
Stimmt, mit Reiseharfe ist es wesentlich einfacher, und die wird in Zukunft wohl auch wesentlich öfter die Wohnung verlassen.
Es kamen u.A. der Klassiker "Wäre es nicht besser Flöte zu spielen?", "Gibt es jetzt ein Konzert" "Zum Glück keine Kirchenorgel" "Ich habe ja mal drei jahre Cello gespielt" usw. Aber viele haben tatsächlich auch richtig geraten: "Ist das eine Harfe?" bzw. "Das ist doch ein...äh, wie heisst das, eine..." "-Ja, ist 'ne Harfe"
Jedenfalls habe ich ganz neues Mitgefühl mit allen Kontrabassisten dieser Welt entwickelt.

@Anne
Da ich keinen Führerschein habe fällt die Variante Auto weg.
Ist mit Bratsche oder Reiseharfe natürlich um einiges enfacher, ja. Fahrradabteile bei Nahverkehrszügen haben oft einen ziemlich ebenen Einstieg und breite Türen, das war noch am einfachsten. Busse haben eine Rollstuhlrampe. Auch der Zugang zur Fähre ist mit Rampen und Fahrstühlen problemlos. So wirklich eine Treppe hoch musste ich nur in den Fernzug von Oslo aus. Das war zugegeben Centimeterarbeit und so garnicht entspannt.Augen zu und Harfenkarre hochziehen. Da ich vorsorglich einen Platz im Familien- und Behindertenabteil reserviert hatte, war dann im Zug genug wende- und Stellplatz.
Bei Bahnhöfen wurden solche gewählt, wo ich mit Fahrstuhl oder direkt an den Bahnsteig kam. Das sind die meißten, weil vieles eben behindertengerecht ist Dafür musste ich zwar ein mal mehr umsteigen, aber die 20 min extra waren mir lieber als womöglich bei dem Versuch eine längere Treppe runter- bzw. hoch zu gehen Harfe und Nerven zu verlieren.

@Lenanshee
Oh, das habe ich auch. Ist schon eine mental sehr anstrengende Sache. Allerdings wusste ich, dass meine Lehrerin auch schon öfters Bahnfahrten mit Harfe gemacht hat, das hat wahrscheinlich dazu beigetragen mich zu trauen
Man hat sich schon von anderen irgendwie beobachtet gefühlt, klar, fällt auf. Und klar, gab ein paar blöde Sprüche, vor allem während der Warterei am Norwegenkai. Soweit mir bekannt, kann man so mehr oder weniger mitnehmen, was man selbst transportieren kann. Die Harfe ist zwar sperrig und hoch, aber nimmt jetzt auch nicht so viel mehr Areal ein als jemand, der meint mit zwei Riesenkoffern unterwegs sein zu müssen. Im Fernzug hätte ich die Möglichkeit gehabt die Harfe in den Güterwagen zu stellen, aber dann hätte ich sie ja aus den Augen lassen müssen! Nee nee, nicht mit mir. Hat sich auch keiner Beschwert.
Lenanshee
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Die Harfe aus Westeros, der Sterndrache (Saira in Ahorn von Detlev Lampe)

Daneben tanzt eine Bühnenerfahrene E-Bassgitarre aus Esche, Ovangkol und Riegelahorn aus der Reihe, aber im Takt.

Re: Wenn eine Harfe eine Reise tut...[Photoreportage]

Beitrag von Lenanshee »

Gut zu hören und schön dass alles so glatt ging.
Den Aspekt des Transports in den öffentlichen Verkehrsmitteln finde ich interessant, weil ich letztens (ich meine, in einer Harfengruppe im facebook) las, dass jemand ärger beim Transport einer Hakenharfe mit Harpo in der DB hatte.
Stein des Anstoßes war dabei scheinbar vor allem der Karren, der zu sehr nach Sperrgut aussah.
Ohne Räderwerk wäre es scheinbar kein Problem gewesen. :_huh_:
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Re: Wenn eine Harfe eine Reise tut...[Photoreportage]

Beitrag von harpisa »

Hallo zusammen,
wie schlimm ist der Regen eigentlich genau,
wenn man zu Fuß mit ihr unterwegs ist (ca.1-2 km) und es kommt ein Platzregen und sie hat keinen Fußschutz gehabt..habe halb einen Regenschirm drüber halten können..bei Ankunft habe ich alles getrocknet (vor allem den Fuß..und die Stimmung hat gehalten (bei der Aoyama Pedalharfe)..
Vielen Dank für eure Antworten. LG
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merit
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Re: Wenn eine Harfe eine Reise tut...[Photoreportage]

Beitrag von merit »

Lenanshee hat geschrieben: Do 16. Aug 2018, 17:05 Den Aspekt des Transports in den öffentlichen Verkehrsmitteln finde ich interessant, weil ich letztens (ich meine, in einer Harfengruppe im facebook) las, dass jemand ärger beim Transport einer Hakenharfe mit Harpo in der DB hatte.
Stein des Anstoßes war dabei scheinbar vor allem der Karren, der zu sehr nach Sperrgut aussah.
Ohne Räderwerk wäre es scheinbar kein Problem gewesen. :_huh_:
Liebe/r Lenanshee, zum Thema Harfe und Bahn gibt es hier einiges im Forum, mal suchen vielleicht?

Ich fahre fast ausschließlich mit der Bahn mit einer 1,35 m hohen Harfe. Die AGB der DB sagen quasi: "Solange Du Traglasten mitnehmen kannst, die Du SELBST BEWEGEN KANNST, darfst Du das. Aber das letzte Wort hat unser Zugbegleiter." Diese Regelung hat mit Sperrgut nicht viel zu tun. Zwischenzeitlich gab es für ca. 12 Monate mal eine Größeneinschränkung auf 1,20. Die war aber wieder weg, als ich das letzte Mal geschaut habe.

Ich fahre seit ca. 22 Jahren regelmäßig und hatte bisher 3 mal unerfreuliche Diskussionen.

Herzliche Grüße, Merit Zloch
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