Die Harfe in der bildenden Kunst

Du hast etwas schönes, ärgerliches, spannendes, trauriges mit deiner Harfe erlebt? Erzähl uns davon.
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Der Juergen
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von Der Juergen »

Zur Abwechslung mal wieder ein Holzschnitt, hier aus der 1827er Auflage von

The book of English trades and library of the useful arts
With eighty-six wood-cuts


(Die Abbildung befindet sich zwischen S. 214 und 215)


Bild

QUELLE
https://archive.org/details/bookofengli ... 5/mode/2up

Ganz nett übrigens der einleitende Satz des anschließenden Artikels:
The musical instrument maker requires no further definition than that which the name itself imports.
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Jürgen Steiner
altesfossil
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von altesfossil »

Hm, war das früher tatsächlich so, dass die Harfe "andersrum" gespielt wurde oder ist das nur zur besseren Darstellung des Instruments halt so gemacht?
Habe ein Harfenspieler-Evolutions-T-Shirt, da is das auch so wie auf diesem Bild dargestellt. Hier hatte ich immer vermutet, dass der Designer halt keine Ahnung hatte.
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willie
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von willie »

Ich fürchte, die HATTEN tatsächlich keine Ahnung!
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Der Juergen
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von Der Juergen »

altesfossil hat geschrieben: Fr 19. Jan 2024, 16:35 Hm, war das früher tatsächlich so, dass die Harfe "andersrum" gespielt wurde oder ist das nur zur besseren Darstellung des Instruments halt so gemacht?
Habe ein Harfenspieler-Evolutions-T-Shirt, da is das auch so wie auf diesem Bild dargestellt. Hier hatte ich immer vermutet, dass der Designer halt keine Ahnung hatte.
Nein, die Pedalharfen (oder auch nicht pedalisierte europäische Rahmenharfen) wurden schon immer so gespielt, wie auch heute noch.
Aber, wenn du dir die Grafik und mein unten hinzugefügtes Zitat aus der Publikation genauer anschaust, wirst du feststellen, dass dort von einem „musical instrument maker“ die Rede ist und nicht von einem „player“.
Ich finde auch, dass man recht gut sieht, dass der Handwerker eine einzelne Saite (evtl. eine zweite bereithält) aufzieht und die allermeisten anderen noch gar nicht auf der Harfe sind.
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von altesfossil »

Hi

ja, hast recht, man sollte alles lesen, nicht nur Bilder schauen. :_grin_:
Dann is die Haltung hier klar. Hatte halt auch mein Shirt im Kopf und war deswegen irritiert
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Der Juergen
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von Der Juergen »

Recht häufig gibt es antiquarisch noch die Liebig-Sammelkarten (Liebigs Fleischextrakt).
Ich selbst habe die Serie 1008 mit den Musikinstrumenten erst jetzt bekommen.

Hier eine der Karten auf der auch Harfen zu sehen sind.

Bild
Bild
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von Der Juergen »

.
Nun mal wieder etwas älteres … (1340er Jahre)

Bild

QUELLE:
Zürich, Zentralbibliothek / Ms. Rh. 15 – Rudolf von Ems, Weltchronik / f. 218v

(https://www.e-codices.unifr.ch/en/zbz/M ... 15/218v/0/)
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von Der Juergen »

Recht erstaunlich finde ich, dass es in Finnland ein Wappen der Stadt Kangasala mit einer Harfe gibt.
Entworfen hat es der Heraldiker Olof Werner William Eriksson (* 5. April 1911 in Helsinki; † 27. Mai 1987 ebenda).

Bild

QUELLE: Wikipedia
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von corvinius »

Wieder mal zwei Urlaubs-Mitbringsel: ein Harfenengel aus Lyon-St.Paul (ein herrlicher spätgotischer Gewölbebogen mit Medallions musizierender Engel) und ein David aus Genua-Chiesa del Gesù!
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Zuletzt geändert von corvinius am Di 23. Apr 2024, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst

Beitrag von willie »

Oh, das sind richtig schöne Fundstücke! Danke!
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