Die Harfe in der bildenden Kunst
- willie
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Was für ein schöner Fund, danke, Jürgen!
Da musste ich gleich weiter forschen und habe festgestellt: der König ist Triton, ein Meeresherrscher der Mythologie, normalerweise bläst er auf einem Horn, einem Schneckenhorn, er spielt eher selten Harfe. Sein Körper endet deswegen auch in einem dekorativen Fischschwanz, als Pflanze stilisiert. In der Nische ihm gegenüber entsprechend eine Sirene.
Ich hoffe, man kann das gut sehen auf dem Bild, einem Screenshot aus einer Publikation, den Link zu ihr stelle ich auch gleich rein, dort auf S. 351 unten. https://www.persee.fr/doc/ccmed_0007-97 ... 5_180_2840
Da musste ich gleich weiter forschen und habe festgestellt: der König ist Triton, ein Meeresherrscher der Mythologie, normalerweise bläst er auf einem Horn, einem Schneckenhorn, er spielt eher selten Harfe. Sein Körper endet deswegen auch in einem dekorativen Fischschwanz, als Pflanze stilisiert. In der Nische ihm gegenüber entsprechend eine Sirene.
Ich hoffe, man kann das gut sehen auf dem Bild, einem Screenshot aus einer Publikation, den Link zu ihr stelle ich auch gleich rein, dort auf S. 351 unten. https://www.persee.fr/doc/ccmed_0007-97 ... 5_180_2840
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- Der Juergen
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Liebe Ulla,
ganz fantastisch, was du herausgefunden hast!
Die untere Hälfte, die wohl einen Fischschwanz darstellt, habe ich auch gesehen, aber ich konnte es nicht deuten. Denn was mich völlig irritiert, ist, dass dieser König beim Stimmen der Harfe abgebildet ist, eigentlich das symbolisch aufgeladene Attribut des König David.
ganz fantastisch, was du herausgefunden hast!
Die untere Hälfte, die wohl einen Fischschwanz darstellt, habe ich auch gesehen, aber ich konnte es nicht deuten. Denn was mich völlig irritiert, ist, dass dieser König beim Stimmen der Harfe abgebildet ist, eigentlich das symbolisch aufgeladene Attribut des König David.
#HarpistsForFuture • www.harfenmai.de • www.harfenzeit.de • harfenwinter.de • #lehrplanharfekorrigenda
Das Ziel ist das Ziel.
Jürgen Steiner
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Liebe Ulla, liebe „alle“,
mich trieb es nun natürlich auch weiter um, und so habe ich zu dem Post auf Facebook die Dozentin Claire Piganiol gefragt, ob ich detailliertere Informationen zu der Königsfigur bekommen könnte. Geantwortet hat nun Karen Loomis und hat mir zu der von dir verlinkten Quelle noch eine weitere gezeigt, die offenbar nicht von einem Fischschwanz ausgeht.
Hier die kleine Korrespondenz im Ganzen:
Meine Frage:
This 12th-century stone carving is very interesting. It depicts Triton and, to his right, Siren. I was familiar with the symbolism of tuning in depictions of the biblical David, of course, but I find it very interesting that it is used in this context. I think Martin van Schaik does not mention Triton in his thesis.
Could you give me some more detailed information about this?
Source: (p. 351, fig. 16):
https://www.persee.fr/doc/ccmed_0007-97 ... 5_180_2840
Karen antwortete:
Hi Jürgen — It is, indeed, an interesting carving! It is located on the north porch of collégiale Saint-Martin de Candes-Saint-Martin, built during the phase of construction in the first quarter of the 13th century. There is information about the church here: https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftskir ... _de_Candes, with a link to a PhD dissertation by Claude Boissenot. He apparently discusses the sculptures on the north porch, but I don't know if he mentions this particular carving.
und:
Boissenot describes this sculpture as: 'Sous l'arc de la pierre du haut, un personnage joue de la harpe. Il est
représenté sortant à mi-corps d'un feuillage, tourné vers la gauche et dans un relief prononcé'.
(https://www.applis.univ-tours.fr/theses ... t_2770.pdf, p. 143).
So, he sees it as a figure emerging from foliage.
Ich sehe die Interpretation momentan als „offen“ an.
Mal schauen, was sich da noch entwickelt!
mich trieb es nun natürlich auch weiter um, und so habe ich zu dem Post auf Facebook die Dozentin Claire Piganiol gefragt, ob ich detailliertere Informationen zu der Königsfigur bekommen könnte. Geantwortet hat nun Karen Loomis und hat mir zu der von dir verlinkten Quelle noch eine weitere gezeigt, die offenbar nicht von einem Fischschwanz ausgeht.
Hier die kleine Korrespondenz im Ganzen:
Meine Frage:
This 12th-century stone carving is very interesting. It depicts Triton and, to his right, Siren. I was familiar with the symbolism of tuning in depictions of the biblical David, of course, but I find it very interesting that it is used in this context. I think Martin van Schaik does not mention Triton in his thesis.
Could you give me some more detailed information about this?
Source: (p. 351, fig. 16):
https://www.persee.fr/doc/ccmed_0007-97 ... 5_180_2840
Karen antwortete:
Hi Jürgen — It is, indeed, an interesting carving! It is located on the north porch of collégiale Saint-Martin de Candes-Saint-Martin, built during the phase of construction in the first quarter of the 13th century. There is information about the church here: https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftskir ... _de_Candes, with a link to a PhD dissertation by Claude Boissenot. He apparently discusses the sculptures on the north porch, but I don't know if he mentions this particular carving.
und:
Boissenot describes this sculpture as: 'Sous l'arc de la pierre du haut, un personnage joue de la harpe. Il est
représenté sortant à mi-corps d'un feuillage, tourné vers la gauche et dans un relief prononcé'.
(https://www.applis.univ-tours.fr/theses ... t_2770.pdf, p. 143).
So, he sees it as a figure emerging from foliage.
Ich sehe die Interpretation momentan als „offen“ an.
Mal schauen, was sich da noch entwickelt!
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Lieber Jürgen,
ja, offen ist der richtige Ausdruck, und die Verwandschaft mit Darstellungen von David ist sicher gegeben, da hast Du völlig recht.
Ich habe dennoch meine Zweifel und biete fogende Hypothese an:
Es soll meines Erachtens ein Meereswesen, einen Triton, darstellen, aber der Bildhauer hat sich bei dessen Erschaffung an an David-Darstellungen orientiert.
Meine Überlegungen dazu: Ich habe noch einmal und noch ausführlicher den Text von Sara Lutan gelesen, das ist die Quelle, die ich schon oben angegeben habe. Auf Seite 249 erklärt sie die Anordnung der Figuren, immer Männlein und Weiblein, und immer ein männliches und ein weibliches allegorisches Wesen über deren Köpfen (ich füge ein Foto der Textstelle bei). Es handelt sich bei den unteren Figuren um Könige, um reale und fiktive, das gibt es ziemlich oft, schließlich mussten die Nischen gefüllt werden. Wenn also auf der einen Seite ein David dargestellt wäre (mit blumig rankendem Fischschwanz?), dann wäre das Problem, wer käme auf die andere Seite? Wohl kaum Bathseba, schon wegen des Ehebruchs von David wäre sie kein Vorbild und keine Figur, die man einer Königin als Attribut beigeben würde, auch einer fiktiven Königin nicht. Außerdem hat dieses Wesen wieder so einen rankenden Fischschwanz. Sara Lutan, die das alles im Gegensatz zu uns tatsächlich vor Ort gesehen hat, identifiziert sie als Sirene, und ihren männlichen Gegenpart als Triton (pingeligerweise hätte sie sagen müssen: Triton und Nereide, denn so heißen diese Sirenen, die diesen Meerskönig begleiten).
Solche Meereswesen wurden, ähnlich wie die sogenannten Wilden Menschen, öfters im Mi.A. als allegorische Beigabe verwendet. Und nun stand der Bildhauer möglicherweise vor der Frage: der Triton spielt ja ein Instrument, was gebe ich ihm denn in die Hand? Möglicherweise ist ihm dann auch die Geschichte von Arion eingefallen, von Arions Meerfahrt, da verweise ich auf das allererste Bild, mit dem Corvinius dankenswerterweise hier den Thread eröffnet hat. Meereswesen mit Harfen sind keine Seltenheit, es gibt ja auch Sirenen mit Harfe, das kam auch schon hier vor. Jedenfalls hat er sich, immer nach meiner "wilden" oder vielleicht auch nicht so wilden Theorie, gegen das Schneckenmuschelhorn und für eine Harfe entschieden und hat sich dabei dann bei einer David-Darstellung als Vorbild "bedient". Auch das gibt es ja sehr oft, Kopien noch und noch, die ganze Kunstgeschichte ist voll davon.
Und nun stehen wir da und dürfen rätseln
! Und werden es nie ganz richtig lösen können, immer nur annähernd.
Macht aber Spaß, finde ich!
Und nervt hoffentlich nicht zu sehr....
ja, offen ist der richtige Ausdruck, und die Verwandschaft mit Darstellungen von David ist sicher gegeben, da hast Du völlig recht.
Ich habe dennoch meine Zweifel und biete fogende Hypothese an:
Es soll meines Erachtens ein Meereswesen, einen Triton, darstellen, aber der Bildhauer hat sich bei dessen Erschaffung an an David-Darstellungen orientiert.
Meine Überlegungen dazu: Ich habe noch einmal und noch ausführlicher den Text von Sara Lutan gelesen, das ist die Quelle, die ich schon oben angegeben habe. Auf Seite 249 erklärt sie die Anordnung der Figuren, immer Männlein und Weiblein, und immer ein männliches und ein weibliches allegorisches Wesen über deren Köpfen (ich füge ein Foto der Textstelle bei). Es handelt sich bei den unteren Figuren um Könige, um reale und fiktive, das gibt es ziemlich oft, schließlich mussten die Nischen gefüllt werden. Wenn also auf der einen Seite ein David dargestellt wäre (mit blumig rankendem Fischschwanz?), dann wäre das Problem, wer käme auf die andere Seite? Wohl kaum Bathseba, schon wegen des Ehebruchs von David wäre sie kein Vorbild und keine Figur, die man einer Königin als Attribut beigeben würde, auch einer fiktiven Königin nicht. Außerdem hat dieses Wesen wieder so einen rankenden Fischschwanz. Sara Lutan, die das alles im Gegensatz zu uns tatsächlich vor Ort gesehen hat, identifiziert sie als Sirene, und ihren männlichen Gegenpart als Triton (pingeligerweise hätte sie sagen müssen: Triton und Nereide, denn so heißen diese Sirenen, die diesen Meerskönig begleiten).
Solche Meereswesen wurden, ähnlich wie die sogenannten Wilden Menschen, öfters im Mi.A. als allegorische Beigabe verwendet. Und nun stand der Bildhauer möglicherweise vor der Frage: der Triton spielt ja ein Instrument, was gebe ich ihm denn in die Hand? Möglicherweise ist ihm dann auch die Geschichte von Arion eingefallen, von Arions Meerfahrt, da verweise ich auf das allererste Bild, mit dem Corvinius dankenswerterweise hier den Thread eröffnet hat. Meereswesen mit Harfen sind keine Seltenheit, es gibt ja auch Sirenen mit Harfe, das kam auch schon hier vor. Jedenfalls hat er sich, immer nach meiner "wilden" oder vielleicht auch nicht so wilden Theorie, gegen das Schneckenmuschelhorn und für eine Harfe entschieden und hat sich dabei dann bei einer David-Darstellung als Vorbild "bedient". Auch das gibt es ja sehr oft, Kopien noch und noch, die ganze Kunstgeschichte ist voll davon.
Und nun stehen wir da und dürfen rätseln
Macht aber Spaß, finde ich!
Und nervt hoffentlich nicht zu sehr....
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
... dafür kommt jetzt hier eine Serie von Davids, alle drei lupenrein und ikonographisch eindeutig gesichert und völlig frei von spekulativen Theorien
!
Alle drei befinden sich an Orgeln, zwei in den Niederlanden, eins bei Braunschweig.
Der Zusammenhang ist klar, König David samt Begleitern stimmt mit der Harfe das Gotteslob an, wie diese Orgeln.
Es gibt ja eine Vielzahl solcher Davidfiguren an Orgeln, da kommt von Euch (und vielleicht auch von mir) sicher noch mehr, Corvinius hatte auch schon mindestens einen solchen Orgel-David reingestellt.
Alle drei befinden sich an Orgeln, zwei in den Niederlanden, eins bei Braunschweig.
Der Zusammenhang ist klar, König David samt Begleitern stimmt mit der Harfe das Gotteslob an, wie diese Orgeln.
Es gibt ja eine Vielzahl solcher Davidfiguren an Orgeln, da kommt von Euch (und vielleicht auch von mir) sicher noch mehr, Corvinius hatte auch schon mindestens einen solchen Orgel-David reingestellt.
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Nun doch nochmal zurück zu der kleinen Gestalt aus der Stiftskirche Saint-Martin de Cande und der Frage: David oder Triton?
Möglicherweise weder noch!
Ich bin Deinen Quellen noch weiter nachgegangen, lieber Jürgen, und der Autor des Wikipedia-Artikels https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftskir ... ote-:21-47 ordnet die Figuren zwar auch paarweise einander zu, aber in anderer Zusammenstellung, und er zeigt auch mehr von dem Kopf, der sich unterhalb davon befindet. Und siehe da, es ist ein Frauenkopf, eine Königin. Der Mann rechts neben ihr, mit der Sirene, gehört nach ihm schon zum nächsten Paar, aber der Mann links von ihr wäre ihr Mann.
Und nun gibt es wieder so eine Spekulation: der dazugehörige Mann-König könnte Heinrich II Plantagenet sein, die Königin wäre dann Eleonore von Aquitanien, und unsere kleine Rätselfigur oberhalb von "Eleonore" wäre ein "königlicher Troubadour", vielleicht Eleonores Vater... Denn einer mehr oder weniger gut gesicherten Überlieferung nach soll es sich bei allen Köpfen um Plantagenets handeln.
Ihr seht, Spekulationen auch hier. Dass es ein David ist, glaube ich nach wie vor nicht, das gibt der Kontext ikonographisch nicht her. Aber ein "königlicher Troubadour" käme Jürgens David näher als "meinem" Triton, das muss ich mal eindeutig sagen!
Möglicherweise weder noch!
Ich bin Deinen Quellen noch weiter nachgegangen, lieber Jürgen, und der Autor des Wikipedia-Artikels https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftskir ... ote-:21-47 ordnet die Figuren zwar auch paarweise einander zu, aber in anderer Zusammenstellung, und er zeigt auch mehr von dem Kopf, der sich unterhalb davon befindet. Und siehe da, es ist ein Frauenkopf, eine Königin. Der Mann rechts neben ihr, mit der Sirene, gehört nach ihm schon zum nächsten Paar, aber der Mann links von ihr wäre ihr Mann.
Und nun gibt es wieder so eine Spekulation: der dazugehörige Mann-König könnte Heinrich II Plantagenet sein, die Königin wäre dann Eleonore von Aquitanien, und unsere kleine Rätselfigur oberhalb von "Eleonore" wäre ein "königlicher Troubadour", vielleicht Eleonores Vater... Denn einer mehr oder weniger gut gesicherten Überlieferung nach soll es sich bei allen Köpfen um Plantagenets handeln.
Ihr seht, Spekulationen auch hier. Dass es ein David ist, glaube ich nach wie vor nicht, das gibt der Kontext ikonographisch nicht her. Aber ein "königlicher Troubadour" käme Jürgens David näher als "meinem" Triton, das muss ich mal eindeutig sagen!
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Liebe Alle, ich habe zwei interessante Quellen zur Geschichte und zu Kunst der mittelalterlichen Harfe gefunden, aber sie sind so umfassend, dass sie den Rahmen hier sprengen würden. Ich habe sie deswegen in die Rubrik "Neues vom Wiki" gestellt.
Ich bin sicher, einige von Euch kennen diese Quellen schon, Jürgen, Du wirst sogar zitiert.
Also, falls Ihr damit etwas anfangen könnt - viel Spaß! Unerschöpflich!
Ich bin sicher, einige von Euch kennen diese Quellen schon, Jürgen, Du wirst sogar zitiert.
Also, falls Ihr damit etwas anfangen könnt - viel Spaß! Unerschöpflich!
- Der Juergen
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Liebe „willie“,
ich habe die letzten drei, vier Tage hier nicht mehr hineingeschaut, es hat sich ja einiges getan. Zu dem gekrönten Fischschwanzträger bin ich auch noch nicht fertig, hatte aber zwischenzeitlich einige andere Baustellen.
Ich bin noch einmal den Abschnitt zu David und der Symbolik der Harfe in Martin van Schaiks Dissertation durchgegangen und werde ihn die Tage mal anschreiben, was er denn von der Figur hält. Bisher bleibe ich immer noch an dem Vorgang des Stimmens hängen, denn das ist mir nur im Zusammenhang mit der „Harmonieninterpretation“ und dabei eben David bekannt. Vielleicht kennt Martin van Schaik dazu mittlerweile mehr als damals (1988?, in 1. gedruckter Auflage erschienen 1992, 2. Auflage 2005).
Ja, mit Ian Peter Way („Ian Pittaway“) hatte ich einige Male hochinteressante fachliche Austausche, auch mal vor zwei Jahren einen kleinen Disput, weil er in zwei Abbildungen Leiern zu sehen glaubt, die aber ganz eindeutig dem Harfentyp zuzuordnen sind. Ich hatte damals auch noch Rücksprache mit Stefan Hagel gehalten, einem absoluten Leierfachmann.
Ian ist aber unermüdlich im Erarbeiten seiner sehr guten Online-Publikationen. Da muss ich dringend wieder hineinschauen. Danke für den Hinweis!
Liebe Grüße
Jürgen
ich habe die letzten drei, vier Tage hier nicht mehr hineingeschaut, es hat sich ja einiges getan. Zu dem gekrönten Fischschwanzträger bin ich auch noch nicht fertig, hatte aber zwischenzeitlich einige andere Baustellen.
Ich bin noch einmal den Abschnitt zu David und der Symbolik der Harfe in Martin van Schaiks Dissertation durchgegangen und werde ihn die Tage mal anschreiben, was er denn von der Figur hält. Bisher bleibe ich immer noch an dem Vorgang des Stimmens hängen, denn das ist mir nur im Zusammenhang mit der „Harmonieninterpretation“ und dabei eben David bekannt. Vielleicht kennt Martin van Schaik dazu mittlerweile mehr als damals (1988?, in 1. gedruckter Auflage erschienen 1992, 2. Auflage 2005).
Ja, mit Ian Peter Way („Ian Pittaway“) hatte ich einige Male hochinteressante fachliche Austausche, auch mal vor zwei Jahren einen kleinen Disput, weil er in zwei Abbildungen Leiern zu sehen glaubt, die aber ganz eindeutig dem Harfentyp zuzuordnen sind. Ich hatte damals auch noch Rücksprache mit Stefan Hagel gehalten, einem absoluten Leierfachmann.
Ian ist aber unermüdlich im Erarbeiten seiner sehr guten Online-Publikationen. Da muss ich dringend wieder hineinschauen. Danke für den Hinweis!
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- bastian
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- Meine Harfe(n): "Die Kleine": Brian Boru von der Klangwerkstatt (Ahorn/Fichte/Stahl)
Cadiz von Henrik Schupp (Eiche/Fichte/Nylgut)
Chromatische Arwen 6x6 von Martin Gust - Wohnort: Mainz-Kostheim
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Johann Carl August Richter "Innere Ansicht Kuhstallhöhle". Um 1830.
Mit Harfenspielerin zur Unterhaltung der Touristen in der sächsischen Schweiz:
https://www.invaluable.com/auction-lot/ ... 9YbBTSxvyL
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https://www.invaluable.com/auction-lot/ ... 9YbBTSxvyL
Ein Leben ohne Harfe ist möglich, aber sinnlos.
- willie
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Re: Die Harfe in der bildenden Kunst
Danke, Bastian, das ist richtig idyllisch!