Konzertharfen Camac / Lyon&Healy

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Tinka Bell
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Re: Konzertharfen Camac / Lyon&Healy

Beitragvon Tinka Bell » Do 14. Jun 2018, 20:28

Ach herrje, hier geht ja mal wieder alles durcheinander …

Sorry, aber sooo wird nie ein Schuh draus, bzw. eine Besserung eintreten können, und zwar bei keinem der x angerissenen Aspekte!

Sehr schade, ich wollte gerade etwas Konstruktives zu Rainer Thuraus letztem Post schreiben, aber die Vermischung aller möglichen gefühlten Wahrheiten bringt einen letztendlich wieder an den Rand früherer Pseudodiskussionen mit Pauschalverdachten positiver und negativer Art.

Ich bin ein Freund sehr geradliniger Worte, das weiß mittlerweile jeder, hoffe ich, aber solchen Dingen müssen Strukturen zugrunde gelegt werden. Sonst kostet es nur Nerven.

Deswegen lasse ich es und rede lieber individuell mündlich mit Rainer und anderen, wenn es passt.
Eine Besserung - was ja im Sinne des Betrachters liegt - wird auch durch eine hier angerissene Diskussion nicht eintreten.
Welche Harfe wer kauft zu welchem Zweck und mit welchem Geldbeutel, muss jeder für sich selbst entscheiden und wird dies auch weiterhin tun - da bin ich sicher.
Ich finde es aber auch nicht in Ordnung, die sogenannten "Industriehafen" unter Generalverdacht zu stellen, einfach Harfen zweiter Klasse oder schlechter zu sein, als eine vom Harfenbauer gefertigte. Letztere ist etwas ganz besonderes, persönliches - individuell gestaltbar und dadurch abgestimmt auf den künftigen Besitzer. Schön, wer sich das verwirklichen kann. Aber alle anderen Harfen dadurch per se abzuwerten, halte ich für falsch.

Seht es doch mal anders:
Gäb es keine günstigen Einsteigermodelle (sowohl im Industrieharfenbereich als auch im Harfenbauer-Bereich) , würden viele Eltern ihren Kindern das Harfenspielen nicht zugänglich machen KÖNNEN und viele tolle Talente gäbe es heute nicht. Die Harfenwelt wäre wohl um viele Menschen ärmer.
Das wäre doch ein Argument für die "Artenvielfalt" der Harfen. :_wink_:
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Re: Konzertharfen Camac / Lyon&Healy

Beitragvon Maira » Fr 15. Jun 2018, 14:24

Gegen die Artenvielfalt ist auch nichts einzuwenden.
Was mich nur immer stört :
- wenn handgefertigte Dinge grundsätzlich abgebügelt werden obwohl sie das wirklich nicht verdient haben
- wenn das zu kaufende Instrument ( wie auch Anderes) einem ,, Modezwang " unterworfen werden
(,, guck mal , die hat aber eine XY, das ist doch nur Schrott ", obwohl eine solche Behauptung pes se Blödsinn ist)
- wenn Leute richtig viel Geld in die Hand nehmen nur um damit rumzuprotzen, obwohl sie mit dem vielen Geld
echt eine wesentlich hochwertigere Harfe kaufen könnten ( mit weniger Protz drumrum)

Ich bin wirklich froh darum daß meine Eltern mir ,,nur" eine Fehrflöte kaufen konnten als ich jung war.
Die war auch teuer genug ( 20 % des Monatslohns ) und das hat mir ne Menge Kummer erspart.
Heute genieße ich die Musik und besonders, daß ich nicht mit meinen Instrumenten angeben muß.
Ich bin es zufrieden, hab es gut getroffen, was will man mehr?
Mach doch , was Du willst. Ich mach auch , was ich will.
Aber ich mach das wirklich.

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Re: Konzertharfen Camac / Lyon&Healy

Beitragvon Tinka Bell » Sa 16. Jun 2018, 12:51

Ist das so mit dem Rumprotzen und Angeben? Ich habe solche Leute noch nicht kennengelernt bislang. Eher solche, die sich zwar viel erlauben können und dann aber eher Tiefstapeln, um eben nicht als "Angeber" da zu stehen. Das ist aber nur meine Erfahrung natürlich.
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Re: Konzertharfen Camac / Lyon&Healy

Beitragvon Suse34 » Sa 16. Jun 2018, 20:43

Ich habe noch eine Idee, was die Frage betrifft „warum spielen Harfenisten eine hochwertige handgebaute Konzertharfe noch nicht einmal Probe?“ (Eigentlich zwei Ideen...)

In einer Fernsehsendung hat Xavier de Mestre mal erklärt, dass er nicht immer mit seiner eigenen Harfe reist, sondern für Konzerte auch schon mal eine Harfe vor Ort hingestellt bekommt. Ich weiß nicht, ob das häufig so ist. Wenn ja, möchte der Harfenist möglicherweise auch selbst auf einer der gängigen Manufakturharfen spielen, um sich nicht ständig umstellen zu müssen?

Der zweite Gedanke: Vielleicht befürchten Kaufinteressenten, dass ihre Harfe nicht mehr vernünftig gewartet/ repariert werden kann, wenn der Harfenbauer z.B. in Rente geht? Bei größeren Firmen hat man doch schnell das Gefühl langfristig sicherer zu sein. Dem wäre vielleicht mit entsprechender Werbung oder einem mitverkauften Zusatzprodukt, wie z.B. einer Versicherung beizukommen.

Das ist natürlich alles nur Spekulation. Eine brauchbare Antwort kann wahrscheinlich nur eine Umfrage unter einer genügend großen Anzahl Konzertharfenisten hervorbringen.

Viele Grüße
Susanne

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Re: Konzertharfen Camac / Lyon&Healy

Beitragvon Maira » Sa 16. Jun 2018, 23:26

Das mit dem Rumprotzen ist, in gewissen Kreisen, leider tatsächlich so, ich habe das, zu meinem Leidwesen, erleben müssen.
Ich war und bin noch schockiert, damit hätte ich, nach der Kuschelvariante Lauterbach, wirklich nicht gerechnet.
Das ist ähnlich wie bei den Eiskunstlaufprinzessinnen, inklusive der dazugehörigen Mütter.

Und ein Profi wir Herr Maestre und wie sie alle heißen, die sollten geeicht sein.
Den Herrschaften kann und darf man Harfen egal welchen Herstellers vor die Nase stellen.
Sofern die Harfe technisch einwandfrei ist spielen die Profis alle Marken, auch mit leicht variierenden
Saitenabständen.
Die Krux an der Geschichte :
Die zu verleihenden Harfen kommen sehr oft aus den bekannten großen Häusern.
Sie sind nämlich: und da haben wir es wieder : billiger, wenn auch nicht besser.
Öffentliche oder gemeinnützige Veranstalter sind meistens genauso klamm wie wir. :_undecided_:
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Aber ich mach das wirklich.

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Re: Konzertharfen Camac / Lyon&Healy

Beitragvon Anne » So 17. Jun 2018, 12:18

In Bezug darauf, ob ich eine Harfe, die ich mir nie werde leisten können wenn ich nicht gerade im Lotto gewinne anspielen würde - vermutlich nicht. Auch wenn ich grundsätzlich versuchen würde gerade auch individuelle Instrumente auszuprobieren.
Wenn ich auf eine Messe bin um nur zu schauen, hätte ich Hemmungen, da ran zu gehen, Da ich ja gar keine Kaufabsicht habe, je teurer das Instrument umso größere. Auch wenn ich mich da wahnsinnig gerne mit dem Erbauer unterhalten und mich beraten lassen würde, käme ich mir vor, als würde ich eine "Leistung" unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erschleichen.
Wenn ich auf einer Messe wäre um ein Instrument tatsächlich zu kaufen, oder zumindest ausloten möchte, auf welches Instrument ich sparen möchte, dann würde ich eine Harfe, die über meinem Budget liegt sicher nicht anspielen, das würde keinen Sinn machen, da ich ja so viele Harfen wie möglich die tatsächlich in Frage kommen probieren wollen würde um dann hoffentlich "mein" Instrument zu finden (ich finde meine Violine bis heute optisch nicht ansprechend, aber ich habe mich in den Klang verliebt). Ich könnte mir nie vorstellen, ein Instrument nach Katalog zu kaufen, das muss ich vorher probieren.
@Maira mit den klammen öffentlichen Organisationen sprichst du ein wahres Wort, zudem ist da auch das Anforderungensprofil ein anderes. Ich kenne eine Schule, die möchte jetzt den früher mal gespendeten Steinway verkaufen, und stattdessen einen japanischen, günstigen Flügel anschaffen. Der hat zwar nicht denselben Klang, aber deutlich geringere Unterhaltskosten, und ist in Bezug auf die Vielzahl an Schülerhänden unempfindlicher. Auch ein Klavierstimmer kostet Geld, von der Raumklimaanlage für den Flügel ganz zu schweigen....


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