Harfenschulen

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Auf der Seite Harfe lernen wurden diese fünf Harfenschulen empfohlen. Nicht alle User des Harfenforums sind der gleichen Meinung, welche Harfenschule empfehlenswert ist und welche nicht. Daher wurde diese Seite eröffnet, auf der jeder eingeladen ist, seine Meinung zu einzelnen Schulen kundzutun. Das soll Harfenanfängern bei einer Kaufentscheidung helfen. Unverbindliche Stichworte dazu: Musikauswahl, Autodidakt oder Unterricht, Fingersätze, Arrangements...-- Cecilia 09:25, 18. Dez. 2011 (CET).

Eine Entscheidung für eine Harfenschule muss aber nicht zwangsläufig eine Entscheidung gegen alle anderen Harfenschulen sein. Es gibt durchaus Harfner, die aus mehreren Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten parallel lernen, je nachdem, was sie gerade trainieren möchten.



Harfenschule von Uschi Laar

Ich finde Uschi Laars Harfenschule Band 1 sehr gut. Alles wissenswerte über Harfen wird erläutert, es gibt sehr viele Fingerübungen und vereinzelt ein paar Stücke. Dies ist eine gute Ergänzung zu den Harpamundi Heften, die ja nur Stücke und sozusagen keine Fingerübungen haben. Die Harfenschule hat auch eine CD beiliegen, was mir z.B. sehr hilft. Man kann jetzt sagen, die Fingerübungen sind langweilig, aber ich mache sie gerne (sie klingen auch meist schön, was ja bei Fingerübungen nicht selbstverständlich ist) und sie bringen mir persönlich mehr, als immer nur neue Stücke zu lernen. Die Kombination aus harpamundi und Uschi Laar ist für mich mein persönlicher Favorit [peorth]


Man merkt, dass die Autorin dieser Harfenschule eine professionale Konzertharfenistin (Doppelpedalharfe) ist. Als erstes fällt die Etüdenlastigkeit dieser Schule ins Auge. Das finde ich sehr ungewöhnlich, nehme aber an, dass das der Anfang des Drills auf dem Weg zur Konzertharfenistin ist. Im Klavierunterricht ist man vom Etüdenspiel heute mittlerweile eher wieder weggekommen, weil die meisten Klavierschüler eben keine Konzertpianisten werden und maximalen Spaß im Klavierunterricht haben wollen. Gleich hinterher muss ich aber sagen, dass ich diese Harfenschule genial finde. Der Etüdenteil wurde vom Stücketeil getrennt und ist so systematisch aufgebaut, dass man gezielt nach einer passenden Übung suchen kann. Jedes Etüdenkapitel trägt eine Überschrift, z.B. "das Spiel mit 1 und 3" weshalb man genau findet, was man sucht. "Mit welchen Fingern spielt man eigentlich eine Quarte" war so eine Frage, die mir durch den Kopf ging; sofort fand ich die Antwort, mit 1 und 3 und gleich eine passende Übung dazu.

Der Stücketeil ist auch sehr gelungen, finde ich. Uschi Laar hat selbst viele, einfache Stückchen komponiert, die mir gut gefallen. Diejenigen Stücke, die nicht von ihr sind, kommen glücklicherweise in anderen Harfenschulen nicht vor, so dass man endlich mal was Neues hat (wenn man schon andere Harfenschulen benutzt). Auch die Spielstücke sind mit Fingersätzen versehen.

Es ist schön, dass es außerdem eine CD zu dieser Harfenschule gibt.

Es gibt viele Möglichkeiten, diese Harfenschule zu nutzen. Ich persönlich habe viele der Stücke aus dem Anhang gespielt und vielleicht so 4-5 Etüden konsequent durchexerziert. Ich bin aber froh, dass ich so ein Etüdennachschlagewerk im Haus habe.

Wer noch keine Halbtonklappen hat und in absehbarer Zeit keine bekommt, dürfte es mit dieser Harfenschule schwer haben, weil gleich zu Anfang ständig umgestimmt werden muss.

Die Harfenschule ist nicht billig (ich glaube 25 Euro), ist aber ihr Geld wert. Mit Sicherheit würde ich sie der langweiligen Harfenschule von Sylvia Woods vorziehen. -- Cecilia 08:55, 18. Dez. 2011 (CET)


Harpamundi-Reihe (Christoph Pampuch)

Ich finde die Hefte selber sehr gut und besitze auch einige, aber nicht alle. Du lernst gleich von Anfang an schöne Stücke (wenn man von zwei drei Ausnahmen absieht z.B. Kommt ein Vogel geflogen), und keine "langweiligen" Fingerübungen. Die Übungen sind quasi in die Stücke verpackt, aber man merkt es nicht. Du hast die Noten eines Stückes, die Fingersätze darüber und als Fußnote ein Kommentar zur Spieltechnik, was zu beachten ist, usw. Die Hefte sind sehr dünn. Ich sehe das als Vorteil, so muss man nicht alles herumschleppen, wenn man mit einem Heft durch ist. Auch ist der Preis dadurch günstig. Man kauft ja erst mal Heft 1 und evtl. 2, und später dann andere. Man muss auch nicht alle Hefte durchmachen, da sie teilweise sehr speziell auf eine Musikrichtung gehen - z.B. Buch für Weihnachtslieder oder griechische Musik - entweder man mag es oder nicht. Dann gibt es ja auch bei einigen Heften eine Version für normale und für alte Spielweise, so kann man sich aussuchen, was man möchte. Verbreiteter ist die "normale" Spielweise. Der Nachteil dieser Hefte ist, dass man übers Harfenspielen und die Harfe nichts erfährt. Also im Grunde ist es "nur" eine Liedersammlung (mit sehr hilfreichen Kommentaren). Deswegen würde ich mir als Autodidakt eine zweite Harfenschule zulegen, die grundlegenden Sachen auch erläutert, also Handhaltung, Sitzhaltung, wie heißen die Teile einer Harfe, wie klappt man welche Tonart, usw. Eine solche Ergänzung wäre z.B. Uschi Laars Harfenschule Band 1. (peorth)



Christoph Pampuch versteht es, seine Harfenschüler zu motivieren. Obwohl das erste Heft "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" heißt, ist es keine Harfenschule im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Sammlung von attraktiven Spielstücken, die genaue Fingersatzangaben enthalten (und auch gut sein sollen, wie professionelle Harfenisten bestätigen). In Fußnoten gibt es Anmerkungen zur Technik (wie z.B. Dämpfen). Das ist sehr hilfreich und man fühlt sich wegen der Spärlichkeit dieser Angaben nicht gelangweilt, sondern ist dankbar dafür. Diese Reihe war bislang mein Haupthilfsmittel zum Harfe lernen, obwohl mir mehrere andere Harfenschulen zur Verfügung standen. Es liegt an der attraktiven Stückauswahl. Man will unbedingt ein bestimmtes Stück spielen und nach kurzer Zeit geht es. Man merkt erst gar nicht, wie schnell man gewisse technische Schwierigkeiten überwindet. So muss es sein. Ich bin Autodidaktin und brauchte daher zusätzlich den DVD-Lehrgang Harpsicle Harp Method, aber mit Harpamundi macht es mehr Spaß. Als ich die Arrangements von Christoph Pampuch sowie viele andere Harfenschulen zum ersten Mal gesehen habe, sah ich in Gedanken meinen Musiktheorielehrer mit dem Rotstift drüber gehen (Stimmführung...). Harfenarrangements scheint man unter Missachtung sämtlicher Tonsatzregeln zu schreiben, liegt wohl auch zum Teil am Instrument. Trotzdem klingen die meisten Arrangements aus der Harpamundi-Reihe gut. Musikauswahl: keltisch (irisch, schottisch, bretonisch) und gute Eigenkompositionen (er hat wirklich Ideen). Wer noch keine KLappen hat, kann trotzdem das ganze erste Heft spielen. Für die Folgehefte muss dann schon umgestimmt werden, allerdings macht das nichts, weil sie meisten Stücke erstmal in G-Dur stehen (einmal Umstimmen geht noch).Cecilia 08:57, 18. Dez. 2011 (CET)

P.S. Peinlicherweise muss ich zugeben, dass ich die Besprechung meiner Vorgängerin (Peorth?) noch nicht gelesen hatte. Sie hat teilweise dasselbe geschrieben... Aber andererseits schön, dass wir da einer Meinung sind. ---

Harpsicle Harp Method (Darlene Walton)

Von Harpsicle gibt es ein Buch mit DVD: Harpsicle Harp Method. Auf der DVD kann man gut die Handhaltung etc. sehen. Diese gilt ja nicht nur für Harpsicles. Das Buch ist aber recht dünn und es sind fast nur Traditionals enthalten. Mich sprechen die Stücke nicht wirklich an. Es gibt meiner Meinung nach bessere Harfenschulen. [Verfasser bitte Namen oder Nick ergänzen]


Wer wie ich ausschließlich autodidaktisch lernt, braucht diese Harfenschule wegen der DVD. Hier sieht man in Nahaufnahme die korrekte Handhaltung und bekommt viele technischen Dinge erklärt, die man einfach nicht wissen kann und intuitiv nicht richtig macht. Leider enthält die DVD auch viel Werbung von der Firma Rees Harps.

Die Stückeauswahl ist "Standard", Greensleeves musste mal wieder ein wie auch "Freude schöner Götterfunken". Die Arrangements sind nicht der Rede wert.

Ich würde diese Harfenschule nur denjenigen Autodidakten empfehlen, die am Anfang nicht mal ein oder zwei Stunden nehmen wollen. Das Heft ist ohne Klappen spielbar Cecilia 09:02, 18. Dez. 2011 (CET)



Mein schlaues Harfenbuch (Reidun Schlesinger)

Reiduns schlaues Harfenbuch ist ein bunter Mix aus allem - Stücke, Übungen, Lustiges, Wissenswertes - es ist für Kinder geschrieben, aber auch als Erwachsener kann man das gut nachvollziehen, Ausmalbilder kann man ja auslassen ... Die Stücke sind eher irisch/keltisch. Dies trifft meinen Geschmack nicht so sehr, aber es gibt viele begeisterte Anhänger dieses Buches und die Qualität ist objektiv beurteilt sehr gut, da steckt Herzblut drin. Das Buch ist etwas dicker vom Umfang her und man kann sich damit einige Jahre beschäftigen [peorth]


Weitere Informationen gibt es hier: Thread im Harfenforum: "Mein schlaues Harfenbuch - Harfenfutter für die erten Jahre" --Karen 12:40, 18. Dez. 2011 (CET)

Teach yourself to play the folk harp (Sylvia Woods)

Diese Harfenschule führt den motivierten Harfenanfänger in eine musikalische Einöde. Ich habe mir diese Harfenschule nur bestellt, weil sie eine derjenigen war, bei denen die Fingersätze empfohlen wurden (z.B. neben Christoph Pampuchs Harpamundi-Reihe). Das ist aber auch das einzig Gute, was ich darüber zu sagen weiß. Diese Harfenschule ist schon älter und ich vermute, dass viele Harfenlehrer selbst damit lernen mussten und deshalb darauf zurückgreifen (dieses Heft wird immer noch häufig verkauft). Nach musikalischen Highlights sucht man vergeblich. Allenfalls kann man sich noch auf "Greensleeves" freuen oder eben das obligatorische "Freude schöner Götterfunken". Bei den meisten Stücken und Arrangements denkt man jedoch: Soll das Musik sein? Die Arrangements sind teilweise wirklich grottig (Finger weg von Sylvia Woods-Heften, ich denke mit Schaudern an den von ihr arrangierten Kanon von Pachelbel). Wer eine richtige Harfenschule will, um systematisch zu lernen, sollte lieber zu Uschi Laar greifen. Diese Harfenschule von Sylvia Woods ist zwar kostengünstig, aber rausgeschmissenes Geld (also nicht "preis-wert".) P.S. Das Heft ist ohne Klappen spielbar.Cecilia 09:11, 18. Dez. 2011 (CET)


19 Saiten (Monika Mandelartz)

Diese 3-bändige Harfenschule ist speziell für kleine Harfen gedacht, die nicht über den Tonumfang verfügen, den man bei den meisten Harfenschulen für die Stücke benötigt. Da die Zielrichting gotische Harfe ist, werden auch keine Klappen verwendet. Insgesamt hat es einige nette Arrangements (inkl. Fingersatz) und viele Tips rund um das Harfenspiel, allerdings richtet es sich an absolute Anfänger. Ich wurde auf die Reihe aufmerksam gemacht als ich meine kleine Harfe seit ca. 1 Monat hatte, und ich habe den ersten Band einmal durchgelesen, dann weggelegt und bin ungefähr in der Mitte des zweiten eingestiegen (wobei ich dazu sagen sollte, dass ich auch seit vielen Jahren Klavier spiele).

Fazit: Für absolute Harfenneulinge mit kleiner und evtl auch unbeklappter Harfe ist die Reihe durchaus interessant, aber wer schon ein paar Vorerfahrungen hat (oder Klavier spielt) kann sich Band 1 gut und gerne schenken. [Anne]

Methode etudes voor de keltische harp / Tutor for the celtic harp (Ank van Campen)

Die Texte dieses 56seitigen Heftes sind in Niederländisch und Englisch. Das Heft besteht ausschließlich aus Fingerübungen und Etuden. Fast von Anfang an wird mit beiden Händen gespielt, beide Hände werden gleichmäßig trainiert. Für die 56 Seiten ist der Preis aber sehr stolz. Für annähernd das gleiche Geld bekommt man mit Uschi Laars Harfenschule eindeutig mehr (u.a. CD und Spielstücke). Der einzige Vorteil dieses Heftes hier dürfte sein, dass es bis auf 9 Seiten gegen Ende rein in Es-Dur bzw. c-Moll geschrieben ist, also auf den meisten Hakenharfen auch ohne Klappen spielbar ist.